Fluggesellschaften
Japan Airlines bittet Staat um Geld

Die japanische Fluglinie Japan Airlines (JAL) beantragt offenbar rund 1,6 Mrd. Euro an Staatshilfe. Das Unternehmen habe mit dem japanischen Transportministerium über Rettungsmöglichkeiten gesprochen, nachdem die finanzielle Lage zuletzt sehr eng geworden sei.

TOKIO. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet weiter, dass JAL in den kommenden Monaten hohe Beträge aufbringen muss, da die Laufzeit einer Reihe von Anleihen des Unternehmens endet. Die Ratingagenturen haben Asiens größte Fluglinie jedoch als riskantes Investment eingestuft. Daher kann sich das Unternehmen in diesem Jahr nur zu sehr hohem Zins neues Geld leihen.

Dazu kommt, dass die Einnahmen stark eingebrochen sind: Auch in Asien sparen die Firmen an den Reisekosten. Auch der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NHK berichtete, JAL spreche mit der Japanischen Entwicklungsbank über einen zinsgünstigen Kredit. Analysten halten Staatshilfe für Japan Airlines für sehr wahrscheinlich.

„Der einzige Weg, auf dem JAL derzeit an das nötige Geld kommen kann, ist der Gang zur Regierung“, sagt Mitsushige Akino von Ichiyoshi Investment in Tokio. unternehmen mit immer noch guter Bonität wie Toyota oder Panasonic haben sich am Anleihemarkt in diesem Jahr hohe Summen besorgt, um trotz Umsatzeinbruchs ihre Geschäften am Laufen zu halten.

Der japanische Staat stellt notleidenden japanischen Unternehmen Geld über die Development Bank of Japan zur Verfügung, die mit der deutschen KfW vergleichbar ist. Sie vergibt dazu nach einer Prüfung des Antrags Kredite zu besonders günstigem Zins. Den Etat der Development Bank für die Staatshilfe hat die Regierung in ihren neuesten Konjunkturpaketen erneut aufgestockt. Auch die Finanzsparte des Toyota-Konzerns hat sich kürzlich auf diesem Weg Geld besorgt. Zudem ist im Gespräch, die brach liegenden Spareinlagen der Postbank zu nutzen, um an sich gesunden Unternehmen aus einem Fonds mit Krediten zu versorgen.

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