Fluggesellschaften
Lufthansa gewinnt AUA-Aktionäre für sich

Die geplante Übernahme der angeschlagenen österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) durch die Deutsche Lufthansa war bis zur letzten Minute spannend. Am Ende können die Deutschen lachen: Es haben genügend AUA-Aktionäre zugestimmt. Alle Hürden sind damit aber noch nicht übersprungen.

zel/dih/jkn FRANKFURT/WIEN/LONDON. Die Lufthansa hat auf ihrem Expansionskurs eine wichtige Hürde genommen. Die zweitgrößte europäische Fluggesellschaft hinter Air France-KLM hat nach ersten Berechnungen mindestens 85 Prozent der Aktien an der angeschlagenen österreichischen AUA eingesammelt. Das genaue Ergebnis der Offerte, die am Montag ausgelaufen ist, soll am morgigen Donnerstag bekannt gegeben werden.

Die Übernahme war bis zuletzt eine Zitterpartie gewesen, weil viele enttäuschte AUA-Aktionäre mit den von Lufthansa gebotenen 4,49 Euro unzufrieden waren. Mangels Alternative hatte dann aber die weit überwiegende Zahl der Anteilseigner eingelenkt. Wer seine Papiere noch nicht angedient hat, kann das nun noch bis zum 14. August nachholen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir das Closing im Sommer durchziehen können“, sagte AUA-Vorstand Peter Malanik.

Bis dahin muss dem Angebot zu Folge auch die Freigabe der EU-Kommission vorliegen. Die hatte sich zuletzt skeptisch vor allem zu dem geplanten Staatszuschuss in Höhe von 500 Mio. Euro sowie dem von Lufthansa gezahlten Preis geäußert. Dennoch gehen Branchenkenner davon aus, dass Lufthansa aus Brüssel letztlich grünes Licht bekommen wird.

Nun sei eine „zentrale und wichtige Hürde“ beim Verkauf der AUA an die Lufthansa genommen worden, sagte der Wiener Finanzminister Josef Pröll gestern. Die österreichische Regierung spielt die entscheidende Rolle beim Verkauf von Austrian Airlines. Ende vergangenen Jahres hatte der Staat über seine Industrieholding ÖIAG seine knapp 42 Prozent der AUA-Anteile verkauft. Erklärtes gemeinsames Ziel von Finanzminister und AUA-Vorstand war, dass auch die anderen Aktionäre verkaufen und der Lufthansa so freie Hand verschaffen.

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