Fluggesellschaften
Lufthansa muss um AUA zittern

Die Übernahme der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) durch Lufthansa könnte im letzten Moment noch scheitern. Bsiher sind zu wenige der AUA-Aktionäre bereit, ihre Anteile an die Deutschen zu verkaufen. Dabei haben sie eigentlich gar keine Alternativen.

WIEN/FRANKFURT. Bis gestern Mittag hatten sich erst gut 60 Prozent dafür entschieden, bestätigte eine Sprecherin der österreichischen Staatsholding ÖIAG in Wien. Lufthansa will nur dann bei AUA einsteigen, wenn sie 75 Prozent des Kapitals übernehmen kann. Heute am frühen Abend läuft die Erklärungsfrist aus. Probleme gibt es auch mit der EU-Kommission.

Ihre Bereitschaft zum Verkauf an die Lufthansa haben bislang erst die österreichische Staatsholding ÖIAG (knapp 42 Prozent), institutionelle Investoren aus Wien (sieben Prozent) und größere Privatinvestoren (zehn Prozent) bekundet. Außerdem bringt AUA selbst ungefähr drei Prozent der Aktien aus dem eigenen Bestand mit. Den Verkauf des Staatsanteils hatten Lufthansa und ÖIAG bereits Ende vergangenen Jahres festgezurrt.

Offen ist, ob die Kleinaktionäre noch auf ein besseres Angebot hoffen. Lufthansa offeriert ihnen 4,49 Euro je Aktie, am Freitag notierte das AUA-Papier an der Wiener Börse mit 3,93 Euro. AUA, Staatsholding und Lufthansa äußerten sich am Wochenende zuversichtlich, dass die verbliebenen Anteilseigner doch noch ihre Verkaufsabsicht bekunden

hr Hauptargument: Zum Angebot der Lufthansa gebe es keine sinnvolle Alternative. "Üblicherweise entscheiden sich viele Aktionäre bei solchen Angeboten erst sehr spät", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Finanzchef Stephan Gemkow hatte letzte Woche bei der Vorlage der Quartalszahlen erklärt: "Die 75 Prozent müssen erfüllt werden, wenn das Angebot gültig sein soll." Lufthansa glaube, ein faires Angebot vorgelegt zu haben.

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