Fluggesellschaften
Lufthansa zweifelt an BMI-Übernahme

Die Lufthansa droht, die geplante Übernahme der britischen Fluggesellschaft Britisch Midland (BMI) platzen zu lassen. Offenbar gibt es Streit mit dem BMI-Mehrheitseigentümer Michael Bishop.

HB FRANKFURT. Derzeit würden die Bedingungen für den Zukauf nach Ansicht der Lufthansa nicht erfüllt. "Wenn sie nicht erfüllt werden, werden wir eines Tages aussteigen", sagte Lufthansa-Finanzvorstand Stephan Gemkow der "Financial Times".

Die größte deutsche Fluggesellschaft hatte den Zukauf bereits vor Jahren auf den Weg gebracht. Im Herbst vergangenen Jahres hatte BMI-Mehrheitseigentümer Michael Bishop eine Option für den Verkauf seiner Anteile von rund 50 Prozent an Lufthansa gezogen. Lufthansa besitzt bereits 30 Prozent der Aktien. Der Rest der Anteile liegt beim Star-Alliance-Partner SAS.

BMI war insbesondere wegen der Start- und Landerechte am Londoner Flughafen Heathrow attraktiv. Diese haben durch die schwächelnde Nachfrage aufgrund der Wirtschaftskrise allerdings an Wert verloren. Zudem schreibt die Airline massive Verluste. Kreisen zufolge verlangt Lufthansa von Bishop nun eine Kapitalspritze über 100 Millionen Pfund.

Der FT sagte Gemkow, Lufthansa wolle sich aus dem Deal nicht verabschieden. "Was wir wollen, ist das Unternehmen in einem vertraglich vereinbarten Zustand, und das bedeutet, dass das Unternehmen seine Betriebslizenzen hat und die Mittel, die es für den Betrieb braucht. Das ist vertraglich vereinbart."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%