Fluggesellschaften: Wachstum deutscher Airlines unterdurchschnittlich

Fluggesellschaften
Wachstum deutscher Airlines unterdurchschnittlich

Rund 208 Millionen Passagiere sind 2014 auf deutschen Flughäfen gestartet oder gelandet. Obwohl das ein Rekord ist, ist die Branche unzufrieden. Konkurrenten im Ausland wachsen schneller – das gilt auch für die Airlines.
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BerlinDie deutschen Airlines sind der internationalen Konkurrenz im vergangenen Jahr hinterhergeflogen. Gemessen an verkauften Personenkilometern verzeichneten sie ein Wachstum von 2,3 Prozent, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Weltweit lag das Plus dagegen bei 5,9 Prozent, in Europa insgesamt bei 5,8 Prozent. Auch die deutschen Flughäfen schnitten im internationalen Vergleich demnach schwächer ab.

Gründe sieht der Verband in der Luftverkehrssteuer, den eingeschränkten Betriebszeiten deutscher Flughäfen und hohen Sicherheitsgebühren. Auch Streiks hätten eine Rolle gespielt.

Besonders die Luftverkehrssteuer ist der Branche ein Dorn im Auge. Die Gesellschaften hätten bisher rund 2,1 Milliarden Euro an den Fiskus zahlen müssen. Davon hätten sie zum Beispiel 30 neue Flugzeuge vom Typ Airbus A320 kaufen können, sagte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch.

Den wirtschaftlichen Schaden durch Streiks konnte die Branche für 2014 nicht in Gänze beziffern. Allein bei der Lufthansa seien es aber 140 Millionen Euro gewesen.

Auch die deutschen Flughäfen hinken im internationalen Vergleich beim Wachstum hinterher. Der Verband zählte im vergangenen Jahr von Januar bis November rund 208 Millionen Passagiere an den 22 internationalen Flughäfen in Deutschland - drei Prozent mehr als 2013.

Die Niederlande brachten es dagegen auf 4,8 Prozent Wachstum, Dänemark auf 5,6 Prozent, Belgien auf 9,3 und Luxemburg sogar auf 12,3 Prozent. Die deutschen Flughäfen seien mit ihren Betriebszeiten samt Nachflugverboten fast nicht mehr wettbewerbsfähig, kritisierte Siegloch. Für 2015 prognostiziert der Verband bei den in Deutschland an- und abfliegenden Passagieren ein unterdurchschnittliches Plus von 2,8 Prozent.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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