Flughafen BER: Übergangs-Chef Mehdorn soll auf die Tube drücken

Flughafen BER
Übergangs-Chef Mehdorn soll auf die Tube drücken

Hartmut Mehdorn hat als neuer BER-Chef einen klaren Auftrag: Er soll den Hauptstadtflughafen fertigstellen. Bürgermeister Wowereit erwartet vor allem, dass es schneller vorangeht. Doch schon tauchen neue Probleme auf.
  • 30

BerlinBerlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erwartet vom neuen Berliner Flughafenchef, Hartmut Mehdorn, eine zügige Fertigstellung des Pannen-Airports. Mehdorn bleibe nicht für zehn Jahre, sondern habe einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben mit dem klaren Auftrag, den Flughafen fertigzustellen, sagte Wowereit im RBB-Inforadio am Samstag. Die Eröffnung des Airports war bisher viermal verschoben worden. Einen neuen Termin gibt es nicht.

„Wir müssen Probleme lösen und nicht nur beschreiben, und da kann Mehdorn Impulse geben“, sagte Wowereit. Zugleich äußerte er Verständnis für kritische Äußerungen zur Berufung des früheren Bahnchefs. Ihm sei klar gewesen, dass „eine Reizfigur wie Hartmut Mehdorn nicht nur Applaus auslösen wird“.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) verteidigte den neuen Flughafen-Chef. „Mehdorn ist einer der erfahrensten und klügsten deutschen Manager“, sagte Oettinger der „Welt“ (Sonntag). „Er kennt auch die Abläufe in der Politik sehr gut. Deswegen ist er für die Aufgabe in Berlin hervorragend geeignet.“

Mehdorn soll am Montag zu seinem ersten Arbeitstag antreten. Ihn erwartet keine leichte Aufgabe. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Focus“ ist die Zahl der Mängel am neuen Hauptstadtflughafen möglicherweise doppelt so hoch wie bislang angenommen. Von bis zu 40.000 Mängel berichtet das Blatt und beruft sich dabei auf einen Fortschrittsbericht zur Baustelle.

Ein Flughafensprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass ihm diese Zahl nicht bekannt sei. Solche Zahlen seien zudem irreführend. „Das entscheidende Problem ist und bleibt die Brandschutzanlage.“ In dem Bericht sollen alle relevanten Punkte zusammengefasst werden. Dort sind allerdings auch kleinste Mängel wie ein Sprung in einer Fliese aufgelistet.

Seite 1:

Übergangs-Chef Mehdorn soll auf die Tube drücken

Seite 2:

Streit um Nachtflugverbot

Kommentare zu " Flughafen BER: Übergangs-Chef Mehdorn soll auf die Tube drücken"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Weiß jemand wieviel Geld Mehdorn dafür bekommt?

  • Nein danke. Was hat Mehdorn denn in dem letzten jahren schon bewegt?
    - Deutsche Bahn mit all zu vielen Bannenserien, der Kunde soll sich nach Möglichkeit ein Jahr vor Fahrtantritt persönlich anmelden!
    - Air Berlin hoch verschuldet - Keine Chance auf Rettung!
    Aber immer fleißig mit den Sozis, die ja eigentlich keine Sozis sind. Vielleicht wird er dann auch noch Finanzminister unter Steinbrück, oder noch besser Kanzleramtsminister.
    Am besten wäre es den Herrn in die Wüste zur Verwaltung des Sandes zu schicken - blo dann wird dieser auch sehr schnell knapp.
    Eins muss man ihm aber lassen, er hat ein absolut übersteigertes Ego und denkt, dass zur er der Größte ist.
    Wenn man dann von Berlin liegen will, muss man sich zwei Jahre zuvor anmelden und bei Herrn Mehdorn persönlich eine Zugangsberechtigung zum Flughafen abholen.
    Nur noch eine Frage, wer hat eigentlich Mehdorn für diesen Posten empfohlen - Schröder, Steinbrück oder die gesamte SPD - Spitze?

  • Mehdorn muß sich ja erstmal selbst sanieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%