Flughafen Dortmund pocht auf Verträge
Air Berlin geht gegen Billigflieger Easyjet vor

Im Zeichen des härter werdenden Wettbewerbs im Luftverkehr gehen nun die etablierten Fluggesellschaften drastisch gegen die Subventionierung von Billigfliegern vor.

HB ESSEN. Wie die Essener Neue Ruhr/ Neue Rhein Zeitung (NRZ/Freitagausgabe) berichtet, geht die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin jetzt gegen den Flughafen Dortmund und den dortigen Konkurrenten Easyjet vor. Demnach bezahle Air Berlin ab sofort nur noch die Abfertigungsgebühren, die auch Easyjet in Rechnung gestellt würden. Air Berlin sei nicht mehr bereit, 15 Euro pro Passagier zu bezahlen, während bei Easyjet nur zwei Euro zu Buche schlügen. Auch die Lufthansa wolle die Ungleichbehandlung nicht länger hinnehmen. Die NRZ zitiert einen Sprecher des Branchenführers mit den Worten: „Unsere Passagiere werden diskreditiert.“

Noch in dieser Woche werde die Lufthansa dem Beispiel der Air Berlin folgen. Air Berlin und Lufthansa befördern pro Jahr ab Dortmund rund 600 000 Passagiere, rund zwei Drittel des gesamten Fluggastaufkommens im Westfälischen. Der Gebührenausfall für den ohnehin defizitären Flughafen, an dem die Stadtwerke Dortmund 75 Prozent halten, liegt nach Angaben der NRZ bei 12 Millionen Euro. Der Flughafen Dortmund bestreitet die Vergünstigungen für Easyjet nicht, pochte gegenüber der Zeitung aber auf die andersartigen Gebührenverträge, die er mit Lufthansa und Air Berlin habe.

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