Flughafen Dortmund: Ruhrgebiet-Airport peilt Zwei-Millionen-Marke an

Flughafen Dortmund
Ruhrgebiet-Airport peilt Zwei-Millionen-Marke an

Der Flughafen Dortmund steigert die Zahl seiner Fluggäste – zum fünften Mal in Folge. An alte Werte von vor der Finanzkrise kommt der Ruhrgebiet-Airport aber noch lange nicht ran. Der Überlebenskampf geht weiter.
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DüsseldorfLondon calling! Die englische Hauptstadt steht in der Gunst der Passagiere des Flughafens Dortmund ganz oben. Mit einem Zuwachs von 37 Prozent auf rund 236.000 Fluggäste sind die London-Verbindungen dafür verantwortlich, dass der Ruhrgebiet-Airport 2014 die Zahl der Passagiere um 2,2 Prozent auf 1,97 Millionen steigern konnte. Das gab der Flughafen am Freitag bekannt.

Für Dortmund ist das bereits der fünfte Anstieg in Folge. Die Zahlen aus dem Finanzkrisenjahr 2008 bleiben für den Regionalflughafen aber vorerst unerreichbar. Damals wurden 2,3 Millionen Passagiere an dem Airport abgefertigt. Dortmund ist dennoch einer der wenigen Regional-Airports, die im vergangenen Jahr wuchsen.

Der Flughafen machte zuletzt mit einer kostenpflichtigen Überholspur am Sicherheitscheck von sich reden und will Reisende mit neuen Service-Angeboten in den Osten des Ruhrgebiets locken. Easyjet, Germanwings, Ryanair, Sunexpress, Vueling und Wizzair heben von dort ab. Doch die Konkurrenz durch die Airports Düsseldorf, Köln/Bonn und nicht zuletzt Paderborn ist hart.

Der Flughafen sah sich wegen seiner hohen Verluste wiederholt Kritik ausgesetzt. Im Jahr 2013 betrug das Defizit 18,1 Millionen Euro. Im Sommer jedoch stimmte die EU-Kommission nach einem jahrelangen Prüfverfahren dem Verlustausgleich durch die Dortmunder Stadtwerke zu. Der Flughafen hat damit noch bis 2024 Zeit, um nach den neuen Leitlinien der EU in die schwarzen Zahlen zu kommen. Sonst droht die Pleite.

Flughafen-Chef Udo Mager zog ein positives Fazit für das abgelaufene Geschäftsjahr: „Die EU Kommission hat nicht nur unser Finanzierungsmodell bestätigt, sondern auch die Bedeutung des Dortmund Airport für das Ruhrgebiet hervorgehoben“, so Mager. „Das ändert aber nichts an der Zielsetzung, die finanzielle Belastung für unsere Gesellschafter (...) deutlich zu reduzieren.“ Dazu habe man ein Zukunftskonzept entwickelt und der EU-Kommission zur Notifizierung vorgelegt.

Für 2015 hofft der Airport-Manager darauf, vielleicht wieder die Zwei-Millionen-Marke bei den Passagieren zu überschreiten. Dazu müsste es gelingen, die im Sommer von Air Berlin gestrichenen Flüge nach Palma de Mallorca zu kompensieren, sagte Mager.

Tobias Döring, Redakteur Unternehmen, Handelsblatt Online
Tobias Döring
Handelsblatt / Chef vom Dienst

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