Flughafen Frankfurt
Lufthansa Cargo erwägt Abzug der Frachtflotte

Sollte am Rhein-Main-Flughafen ein Nachtflugverbot eingeführt werden, erwägt die Lufthansa Cargo einen Abzug ihrer Frachtflotte von Frankfurt nach Leipzig. Die Verhandlungen laufen schon. Der Frankfurter Flughafenbetreiber würde seinen größten Frachtkunden verlieren.

HB FRANKFURT. Derzeit liefen Verhandlungen mit dem dortigen Flughafen, sagte ein Sprecher der Konzerntochter Lufthansa Cargo. Lufthansa Cargo ist als einer der wichtigsten Dienstleister für die Post-Tochter DHL tätig, die in Leipzig derzeit für 300 Millionen Euro ihr europäisches Frachtdrehkreuz errichtet. In Frankfurt droht ab 2009 ein Nachtflugverbot, das der Sprecher als „existenzielle Bedrohung“ für Lufthansa Cargo bezeichnete. Rund ein Drittel der Frachtflotte sei an das DHL-Geschäft gebunden.

„Es gibt aber keinen Automatismus“, sagte der Sprecher. Die derzeitigen Verträge mit DHL liefen bis ins Jahr 2009. „Sollte DHL auch das Geschäft mit Langstreckenflügen nach Leipzig verlagern, dann gehen wir mit“, ergänzte er. Bei einem kompletten Weggang von Lufthansa Cargo mit entsprechender Verlagerung würde der Flughafenbetreiber Fraport in Frankfurt seinen größten Frachtkunden verlieren.

Lufthansa Cargo beschäftigt in Frankfurt rund 3500 Mitarbeiter. Fraport plant den Bau einer weiteren Landebahn. Die hessische Landesregierung macht die Genehmigung von der Zusage eines Nachtflugverbots für die Zeit von 23.00 bis 05.00 Uhr abhängig.

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