Flughafen
Fraport steht treu zur Dividende

Das laufende Jahr wird für den Flughafenbetreiber nicht einfach. Dennoch will Fraport an der Dividende festhalten. Und immerhin hat das Unternehmen 2008 ja auch noch ein gutes Jahr hingelegt.

HB FRANKFURT. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport stellt sich angesichts der Wirtschaftskrise auf weniger Fluggäste und rückläufige Gewinne ein. Im laufenden Jahr dürfte die Zahl der Passagiere ebenso wie Umsatz und Ergebnis zurückgehen, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Bilanzvorlage für 2008 mit.

Besonders kräftig dürfte der Rückgang in Frankfurt ausfallen, während sich der Vorstand von seinen übrigen Flughäfen eine positive Unterstützung erhofft. Für 2010 erwartet Fraport wieder mehr Fluggäste. Im vergangenen Jahr verdiente das Unternehmen operativ mehr als erwartet und erfüllte damit seine eigene Zielvorgabe. Die Dividende soll 2008 und 2009 stabil bleiben.

Die Aktie des MDax-Unternehmens reagierte vorbörslich mit einem Kursrückgang auf die Zahlen. Bei Lang & Schwarz wurde das Papier mit 24,58 Euro gehandelt und damit 1,92 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch. Am Vortag hatte der Titel noch um mehr als acht Prozent zugelegt.

Im Jahr 2008 steigerte der Konzern seinen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stärker als erwartet um 3,5 Prozent auf 600,7 Mio. Euro. Der Überschuss nach Minderheitsanteilen Dritter ging hingegen überraschend stark um 17,1 Prozent auf 173,0 Mio. Euro zurück. Im Vorjahr hatte die Unternehmenssteuerreform wie bei vielen anderen Unternehmen für einen Gewinnschub gesorgt. Allerdings hatten Analysten nun lediglich einen Rückgang um gut zehn Prozent erwartet. Die Dividende will der Vorstand für das vergangene und das laufende Jahr mit 1,15 Euro stabil halten.

Der Umsatz sank wie erwartet um 9,8 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro, nachdem er 2007 durch einen Einmaleffekt aus dem Airrail-Center-Geschäft nach oben getrieben worden war. Zudem hatte die Anfang 2008 verkaufte Sicherheits-Dienstleistungstochter ICTS ein Jahr zuvor noch rund 320 Mio. Euro zum Konzernumsatz beigetragen. Auch 2009 soll der Umsatz weiter zurückgehen, vor allem wegen des Wegfalls von ICTS und des Hunsrück-Flughafens Hahn. Fraport hatte seinen Hahn-Anteil Anfang Februar 2009 rückwirkend zum Jahreswechsel an das Land Rheinland-Pfalz verkauft.

Für den Ausbau des Frankfurter Flughafens hat Fraport wie angekündigt rund 50 Prozent der benötigten Waldfläche gerodet. Bis Ende 2009 sollen die übrigen Bäume gefällt sein. Bereits im Sommer will das Unternehmen mit dem Bau der Brücken über die Autobahn A3 beginnen. Über diese Brücken sollen die Flugzeuge von der neuen Landebahn zu den Terminals gelangen. Die Landebahn soll wie bereits angekündigt zum Winterflugplan 2011 in Betrieb gehen.

Nach dem für Sommer erwarteten Verfahren vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof hält Fraport es für möglich, dass Ausbaugegner oder Fluggesellschaften vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen, um ihre Interessen im Zusammenhang mit der Flughafenerweiterung durchzusetzen.

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