Flughafen-Streik
Lufthansa streicht ab Donnerstag 600 Flüge

Am Donnerstag streiken die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes an vielen Flughäfen. Die Lufthansa wird an ihren Drehkreuzen massiv getroffen. Annullierungen sind die Folge, teilweise fallen Verbindungen bis Montag aus.
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FrankfurtWegen des Verdi-Flughafenstreiks an diesem Donnerstag streicht die Lufthansa fast 600 Flüge. Einzelne Verbindungen fallen bis zum 31. März aus, wie aus einer am Mittwoch im Internet veröffentlichten Liste hervorgeht. Das habe aber nichts mit dem Verdi-Warnstreik zu tun, erklärte ein Sprecher.

Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der beiden Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München sowie der Airports in Köln-Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Stuttgart am Donnerstag dazu auf, die Arbeit niederzulegen. Der Ausstand soll von den frühen Morgenstunden bis etwas 14.00 Uhr dauern.

In Mitleidenschaft gezogen werden etwa die Abfertigung, Gepäckförderanlagen oder die Wartung der Airports. Nach Aussagen von Verdi vom Dienstag dürften allein in Frankfurt 1200 Flughafen-Beschäftigte an dem Streik teilnehmen. Die Lufthansa sprach am Mittwoch von bis zu 6000 Mitarbeitern im Ausstand.

In Frankfurt und München werden nahezu alle innerdeutschen Flüge und Europaverbindungen der Lufthansa bis 14 Uhr annulliert. Ausgenommen davon seien Flüge der Tochter Germanwings und die der Regionaltöchter von und nach München. Diese Flüge könnten voraussichtlich durchgeführt werden, teilte die Lufthansa mit. Betroffen seien auch die Langstreckenverbindungen von und nach Frankfurt und München.

Fluggäste werden gebeten, sich auf der Website des Unternehmens zu informieren. Für innerdeutsche Tickets ist ein Umtausch in Bahnfahrkarten vorgesehen. Umbuchungen seien kostenfrei möglich.

Als unverantwortlich bezeichnete der wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer (CDU), die von Verdi geplanten Warnstreiks. Grundsätzlich seien Streiks ein legitimes Mittel der Tarifautonomie. „Allerdings müssen Mittel und Zweck in einem angemessenen Verhältnis stehen“, sagte Pfeiffer Handelsblatt Online. „Im Flugsektor sind bei einem weitflächigen Streik Millionen unbeteiligte Bürger und tausende Unternehmen negativ betroffen, obwohl sie nichts für die Tarifauseinandersetzung können.“ 

Pfeiffer rief vor diesem Hintergrund beide Verhandlungsseiten auf, vor einem Arbeitskampf alle Verhandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. „Angesichts dessen halte ich die Streikaufforderung von Verdi zum jetzigen Zeitpunkt für unverantwortlich“, fügte der CDU-Politiker hinzu. „Statt mit ihren Streikwellen unbeteiligte Dritte zu schädigen, ist Verdi aufgefordert, den Konflikt am Verhandlungstisch beizulegen.“

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