Flughafen Wien
Jahresprognose nach oben korrigiert

Angesichts eines deutlichen Passagierplus hat der Wiener Flughafen seine Jahresprognose angehoben. Sowohl der Überschuss als auch das Passagieraufkommen sollen stärker als bisher anvisiert steigen.
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FrankfurtDer Wiener Flughafen schraubt nach einem deutlichen Passagierplus und einem Vergleich mit den Planern seines neuen Terminals seine Jahreserwartungen hoch. Der Überschuss solle 2012 nun 55 Millionen Euro statt der bislang angepeilten mindestens 50 Millionen Euro erreichen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

In den ersten drei Monaten wurden davon bereits 21,6 Millionen Euro erreicht - ein Plus von neun Prozent. Der Airport verweist zur Begründung auf geringere Sachkosten und 9,2 Prozent mehr Fluggäste im Auftaktquartal. Dazu trug vor allem der wichtigste Kunde Austrian Airlines bei, der 13,8 Prozent mehr Passagiere beförderte.

Aufgrund des Aufwinds erhöht das Management seine Erwartungen an das Passagieraufkommen in diesem Jahr auf vier bis fünf Prozent. Bislang waren lediglich null bis ein Prozent anvisiert worden.

Gleichzeitig einigte sich der Flughafen der österreichischen Metropole mit den Planern seines neuen Terminals auf einen Vergleich. Baumängel und Kostensteigerungen beim sogenannten „Skylink“ hatten im Vorjahr die Bilanz belastet.

Der Aufsichtsrat des Flughafens habe einem angebotenen Vergleich über 11,1 Millionen Euro mit den Planern zugestimmt, teilte das Unternehmen mit. Weitere drei Millionen Euro seien durch einen Forderungsverzicht betroffener Firmen erreicht worden. Unabhängig davon werde der Airport aber die Schadensersatzansprüche gegen ausführende Firmen mit Nachdruck weiter verfolgen, hieß es.

Im Juni will der Konzern den 770 Millionen Euro teuren Terminal eröffnen. Dadurch verdoppelt der Flughafen Wien seine Einkaufs- und Gastronomieflächen, die für das Unternehmen eine wichtige Einnahmequelle sind.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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