Flughafenbetreiber
Teilprivatisierung von Spaniens Flughäfen verzögert

Die geplante Teilprivatisierung von 47 spanischen Flughäfen ist ein Stück konkreter geworden. Bis zum Herbst dieses Jahres wird die staatliche Flughafengesellschaft Aena umstrukturiert. Von der Betreibergesellschaft sollen 30 Prozent in private Hände übergehen. Allerdings könnte die Wirtschaftkrise die geplante Teilprivatisierung verlangsamen.

MADRID. Dies verkündete Aena-Präsidentin Encarnación Vivanco. Zunächst wird unter dem Dach von Aena ein neuer Flughafenbetreiber mit dem Arbeitstitel „Empresa de Gestion Aeropuertos del Estado“ oder kurz „Egaesa“ als Aktiengesellschaft gegründet. Sie wird für „der Betrieb und die Nutzung der Aena unterstehenden Flughafendienstleistungen“ zuständig sein. In einem zweiten Schritt werden dann bis zu 30 Prozent des Kapitals von Egaesa an private Investoren verkauft.

Aufgrund der schwierigen Wirtschaftssituation, die derzeit einen guten Kaufpreis für die Anteile an Egaesa unmöglich machen, könnte sich die Teilprivatisierung aber erst im Jahr 2011 konkretisieren, warnten sowohl Aena-Präsidentin Vivanco als auch das Infrastrukturministerium. Auch die Verteilung der aktuell rund 12 000 Beschäftigten von Aena werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Geplant ist, dass nur etwa 640 Beschäftigte in der Dachgesellschaft Aena verbleiben, die eine Aufsichtsfunktion über die Luftfahrtkontrolle einerseits und den Betreiber Egaesa andererseits wahrnehmen wird. Weitere 4 000 werden in eine Generaldirektion für Luftfahrtkontrolle ausgegliedert, und 7 300 Arbeiter verbleiben für die neue Gesellschaft Egaesa, bestätigte eine Sprecherin von Aena.

Der neue Flughafenbetreiber wird zunächst zu hundert Prozent in Händen von Aena bleiben und soll auf jeden Fall dauerhaft mehrheitlich in staatlicher Hand bleiben. Die Aktiengesellschaft wird mit einem Sozialkapital von 50 Mio. Euro ausgestattet, unterteilt in 50 000 Aktien im Wert von je 1 000 Euro. Sobald das neue Gebilde voll funktionstüchtig ist, sollen bis zu 30 Prozent der Egaesa-Anteile in private Hände übergehen. Der Verwaltungsrat soll zwischen drei und 15 Mitglieder haben, von denen das Infrastrukturministerium die Hälfte benennt, heißt es in dem Entwurf der Statuten von Egaesa, zu dem die spanische Wirtschaftszeitung „Cinco Días“ Zugang hatte.

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