Flughafenbetreiber
Zahlen am Flughafen Hahn brechen ein

Die Wirtschaftskrise erreicht den Flughafen Hahn: Nach einem Einbruch der Passagier- und Frachtzahlen sollen die rund 100 Mitarbeiter der Verwaltung des Flughafens im Hunsrück kurzarbeiten. Darüber werde zurzeit mit dem Betriebsrat verhandelt, sagte der Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, Jörg Schumacher.

HB HAHN. Die umgeschlagene Luftfracht sei im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 38 Prozent auf rund 18 300 Tonnen eingebrochen. Die Passagierzahlen gingen um sieben Prozent auf rund 698 000 zurück. Im gesamten Jahr 2008 hatte der Flughafen fast vier Mio. Fluggäste und damit etwas weniger als im Jahr davor gezählt.

Die Kurzarbeit sei für maximal sechs Monate geplant, sagte Schumacher. Der Flughafen wolle in dem Zeitraum neue Kunden an Land ziehen, um die Einbrüche aufzufangen. "Wir glauben, dass wir in der Rezession eine Chance haben, Kunden zu gewinnen", sagte er. Der Hahn könne ihnen "erhebliche Kostenvorteile" im Vergleich zu anderen Standorten bieten. In der Flughafenabfertigung trennt sich der Hahn zudem von 70 Fremdmitarbeitern. Auf die rund 250 eigenen Mitarbeiter der früheren Fraport -Tochter in diesem Bereich komme dann Mehrarbeit zu. Entlassungen gebe es nicht. Die Führungskräfte verzichten zudem freiwillig auf fünf Prozent ihres Gehaltes.

Nach Angaben einer Flughafensprecherin soll die Kurzarbeit spätestens zum 1. Juni beginnen. Die Maßnahmen sollen laut Schumacher helfen, die Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern und das Unternehmen zum Jahresende wirtschaftlich besser dastehen zu lassen. Schumacher betonte, dass der Flughafenbetrieb nicht beeinträchtigt werde. Der Flughafen solle weiter wachsen - auch der Terminalausbau sei nach wie vor geplant. Der Flughafen im Hunsrück versucht seit Jahren, mit seinem Geschäft in die schwarzen Zahlen zu kommen. Bislang betragen die Verluste jährlich 16 bis 17 Mio. Euro. Der Umsatz belief sich 2008 auf rund 45 Mio. Euro.

Gesellschafter der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH sind die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport war zum Jahresbeginn im Streit um eine ursprünglich geplante Terminalgebühr aus der Betreibergesellschaft ausgeschieden.

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