Fluglinie
Japan Airlines vor starkem Börsen-Comeback

Es könnte der zweitgrößte Börsengang des Jahres werden. Japan Airlines will nach abgeschlossenem Insolvenzverfahren wieder an die Börse. Insbesondere der Staat würde von den Milliarden-Einnahmen profitieren.
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TokioDie japanische Fluggesellschaft Japan Airlines stößt mit ihrer geplanten Rückkehr an die Börse auf großes Interesse der Anleger. Das vom Staat aufgefangene Unternehmen peilt bei seinem erneuten Debüt auf dem Handelsparkett Einnahmen von umgerechnet 6,6 Milliarden Euro (663 Milliarden Yen) an und steuert damit auf den nach Facebook weltweit zweitgrößten Börsengang des Jahres zu. Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens und einer Rosskur zu mehr Rentabilität setzte Japan Airlines am Montag den Aktienpreis mit 3790 Yen (37,83 Euro) je Anteilsschein am obersten Ende der Preisspanne an. Die Fluglinie war im Zuge eines Insolvenzverfahrens von der Börse genommen worden.

Nach der erneuten Börsennotierung will sich die staatliche Treuhandgesellschaft ETIC, die rund 3,5 Milliarden Euro in JAL gepumpt hat, von 96 Prozent ihrer Anteile trennen. Wenn die Emission wie geplant verläuft und mehr als sechs Milliarden Euro eingenommen werden, winken dem japanischen Staat also satte Gewinne aus dem Geschäft. Japan Airline war 2010 mit Milliardenschulden bankrottgegangen. Seitdem entließ das Unternehmen ein Drittel seiner Belegschaft, kürzte Betriebsrenten, strich unrentable Flugrouten und trennte sich von Jumbo-Jets mit hohem Kerosinverbrauch.

In dem im März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr flog Japan Airlines einen Betriebsgewinn von umgerechnet mehr als zwei Milliarden Euro ein. Das Unternehmen profitiert auch von Steuervergünstigungen und Schuldenverzicht. Dies hat Kritik des heimischen Rivalen All Nippon Airways ausgelöst.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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