Fluglinie
Turkish Airlines profitiert von Expansionskurs

Turkish Airlines konnte den Umsatz um ein Viertel erhöhen. Während die Fluglinie massiv expandiert hat, darben viele Konkurrenten. Die Gespräche mit Lufthansa über eine vertiefte Kooperation dauern noch an.
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Istanbul/FrankfurtDer Lufthansa -Wunschpartner Turkish Airlines fliegt 2012 dank eines Passagieransturms in neue Gewinnhöhen. Vergangenes Jahr habe unter dem Strich ein Konzernüberschuss von 1,1 Milliarden Türkischen Lira (480 Millionen Euro) gestanden, teilte die größte Fluggesellschaft der Türkei am Freitag mit. Im Jahr zuvor waren es nur 19 Millionen Lira gewesen. Der Umsatz schnellte um ein Viertel auf 14,9 Milliarden Lira (6,3 Milliarden Euro) nach oben. Turkish profitiert vom rapiden Expansionskurs der vergangenen Jahre, durch den die in Istanbul ansässige Fluglinie sich zu einem ernstzunehmenden Rivalen der großen europäischen Airlines wie Air France-KLM oder Emirates vom Persischen Golf mauserte.

Allein im abgelaufenen Jahr nahm Turkish 32 neue Ziele ins Streckennetz auf und verfügt mittlerweile über eine Flotte von 202 Maschinen. Das Wachstum schlägt sich in den Passagierzahlen nieder. 2012 beförderte die Fluggesellschaft 39 Millionen Fluggäste - ein Plus von einem Fünftel. Zum Vergleich: Die Lufthansa begrü3ßte zusammen mit ihren Tochter-Airlines Germanwings, Swiss und Austrian 2,4 Prozent mehr Passagiere - insgesamt waren es 103 Millionen.

Die türkische Vorzeige-Fluglinie und die Lufthansa sondieren seit dem Herbst eine vertiefte Kooperation. Welches Ausmaß der Schulterschluss haben soll, ist noch unklar. In der Lufthansa-Führungsetage wird das Modell eines Joint Ventures auf bestimmten Strecken favorisiert, bei dem Verbindungen und Umsätze geteilt werden. Solche Vereinbarungen haben die Frankfurter bereits auf den Nordatlantik-Strecken mit der US-Airline United und nach Japan mit All Nippon. Bis dahin ist es offenbar noch ein weiter Weg. Derzeit gebe es keine konkreten Projekte mit den Türken, sagte Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne jüngst.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wunschpartner? Wenn man solche Allianzpartner hat, dann braucht man keine Feinde mehr. Turkish Airlines hat sich bis 2023 klare Ziele gesetzt. Die Lufthansa darf in Istanbul Passagiere umsteigen lassen. Alles andere würde für den Airport-Neubau mit der Kapazität von 150 Mio. Passagieren keinen Sinn machen.

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