Fluglinien
AUA schreibt hohen Verlust

Die die vor einem Verkauf an die Lufthansa stehende Austrian Airlines (AUA) ist im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Gründe waren vor allem die vorübergehend enorm hohen Treibstoffkosten und die durch die Wirtschaftskrise ausgelösten drastischen Buchungsrückgänge sowie Wertberichtigungen auf Flugzeuge.

WIEN. Unter dem Strich betrug der Verlust im vergangenen Jahr 429,5 Mio. Euro nach 3,3 Mio. Euro Gewinn im Vorjahr. Einen Ausblick für das laufende Jahr gab die AUA nicht. Mit der Unterzeichnung der Verträge über den Verkauf des Staatsanteils von 42 Prozent sei aber ein "wichtiger Schritt zur nachhaltigen Zukunftssicherung vollzogen worden", erklärte AUA-Vorstand Peter Malanik im Geschäftsbericht.

Das Management geht davon aus, dass die Verträge mit der Lufthansa planmäßig umgesetzt werden. Den Aktionären werde die Annahme des Übernahmeangebots der Lufthansa empfohlen. Die größte deutsche Fluglinie bietet noch bis 11. Mai 4,49 Euro je AUA-Aktie. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der wettbewerbs- und beihilferechtlichen Genehmigung durch die EU-Kommission. Kern der Untersuchung ist die von Österreich gewährte Zuschuss von 500 Mio. Euro, der zur Schuldentilgung verwendet werden soll. Die EU muss prüfen, ob es sich dabei um eine unerlaubte Beihilfe handelt.

Im vergangenen Jahr verbuchte AUA einen Umsatzrückgang um 4,8 Prozent auf 2,47 Mrd. Euro. Auch Operativ (Ebit) rutschte das Unternehmen in die roten Zahlen, das Minus lag bei rund 312 (Vorjahr: plus 42) Mio. Euro. Bereinigt betrug der operative Verlust gut 35 (plus 55,7) Mio. Euro. Diese Kennziffer rechnet Anlagenverkäufe, Kosten durch die Abgabe von Flugzeugen, Währungseffekte sowie Wertberichtigungen auf Flugzeuge heraus.

Den bereinigten Jahresverlust gab die AUA mit 76,8 (plus 11,5) Mio. Euro an. In ihrem vermutlich letzten Jahr im Alleinflug beförderte AUA 10,7 (10,8) Mio. Passagiere. Die Kerosinkosten kletterten um 31,5 Prozent auf 581 Mio. Euro. Der Anteil an den Gesamtkosten sei damit um 2,8 Prozentpunkte auf 20,4 Prozent gestiegen, teilte der Konzern mit. Die Wertminderung von im längerfristigen Einsatz befindlichen Flugzeugen wurde mit 238,4 Mio. Euro genannt.

Angesichts des rauen Umfeldes hat die AUA ein Sparpaket geschnürt, womit 2009 rund 225 Mio. Euro eingespart werden sollen. Geplant sind unter anderem Streckenausdünnungen und die Einführung von Kurzarbeit. 2009 werde die AUA insgesamt drei Flugzeuge weniger einsetzen.

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