Fluglinien
British Airways meldet Rekordverlust

Der Flugbranche steckt in einer riefen Krise. Und British Airways trifft sie besonders. Die britische Airline bekommt die Kostenseite offenbar nicht in den Griff und macht umgerechnet 124 Millionen Euro Verlust. Nun soll erstrecht gespart werden.

HB LONDON. Die Fluggesellschaft British Airways ist wegen der schwachen Nachfrage im ersten Geschäftsquartal erneut in die roten Zahlen geflogen. Am Markt gebe es „keine Anzeichen der Besserung“, sagte Unternehmenschef Willie Walsh am Freitag in London. Das Flugangebot soll deshalb weiter zusammengestrichen werden. Zudem würden 2010 noch mehr Flieger stillgelegt als in diesem Jahr. Auch sonst will das Unternehmen seine Kosten weiter senken. British Airways hatte bereits das vergangene Geschäftsjahr bis Ende März mit einem dreistelligen Millionenverlust abgeschlossen.

An der Börse wurden die Nachrichten positiv aufgenommen. Bis zum späten Vormittag legte die British-Airways-Aktie um 4,25 Prozent auf 139,90 britische Pence zu.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni verbuchte die Gesellschaft unter dem Strich ein Minus von 106 Mio. britischen Pfund (rund 124 Mio Euro). Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Gewinn von 27 Mio. Pfund gestanden. Das operative Ergebnis rutschte von plus 35 Mio. auf minus 94 Mio. Pfund in den Keller. Der Umsatz schrumpfte um zwölf Prozent auf 1,98 Mrd. Pfund.

Das Management versucht derzeit, die Kosten in den Griff zu bekommen: Die Kosten seien zwar um 6,6 Prozent gesenkt worden, hieß es. Angesichts der schwachen Umsatzentwicklung müsse jedoch noch einiges mehr getan werden. Der Vorstand will dazu die Investitionen für das laufende Geschäftsjahr um 20 Prozent auf 580 Mio. Pfund zusammenstreichen. Die Flugkapazität soll im Sommer um 3,5 Prozent und im Winter um fünf Prozent schrumpfen. Nachdem die Gesellschaft im kommenden Winter bereits 16 Flugzeuge am Boden lassen will, soll diese Zahl bis zum Winter 2010 auf 22 Maschinen wachsen.

British Airways hat bereits 4 000 Jobs abgebaut, das entspricht rund zehn Prozent der Belegschaft. Etwa 7 000 Mitarbeiter sind zudem von einem Sparprogramm betroffen, bei dem einige sogar auf ihr Gehalt verzichten. Walsh hatte bereits von einem „Kampf ums Überleben“ gesprochen.

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