Fluglinien
US-Fluglinien kommen nicht aus der Krise

Die US-Luftfahrtbranche ist auch in der Sommerreisezeit nicht aus ihrer seit fast zwei Jahren andauernden Krise gekommen. Die weltweit fünftgrößte Fluggesellschaft Continental Airlines und die Mutter der zweitgrößten US-Fluglinie American Airlines, AMR, blieben auch im dritten Quartal in den roten Zahlen. Auch Delta konnte keine gute Stimmung verbreiten.

HB DALLAS. Die weltgrößte Fluggesellschaft Delta Air Lines ist wegen der Belastungen durch die Fusion mit Northwest im dritten Quartal erneut in die roten Zahlen geflogen. Der Verlust lag bei 161 Mio. US-Dollar und damit noch höher als von Experten erwartet, wie das Unternehmen am Donnerstag in Atlanta mitteilte. Gemessen am gemeinsamen Umsatz beider Airlines ein Jahr zuvor, gingen die Erlöse um mehr als ein Fünftel auf knapp 7,6 Mrd. Dollar zurück.

Die Einsparungen durch den Zusammenschluss sollen nun allerdings noch höher ausfallen als bislang vorgesehen. Die ursprünglich geplanten Synergien von 500 Mio. Dollar für das laufende Jahr seien schon nach den ersten neun Monaten erreicht worden, hieß es. Im Gesamtjahr will das Unternehmen sie nun auf 700 Mio. Dollar heben. Kosten im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss belasteten das Unternehmen im abgelaufenen Quartal allerdings mit 212 Mio. Dollar. In den ersten neun Monaten lief bei Delta unter dem Strich bislang ein Verlust von 1,2 Mrd. Dollar auf.

Im Gesamtjahr will das Management im operativen Geschäft die Gewinnzone erreichen. Das Flugangebot soll um drei Prozent schrumpfen. Die Fluggesellschaften haben in der Wirtschaftskrise mit einer drastisch gesunkenen Nachfrage und niedrigeren Durchschnittserlösen zu kämpfen. Auch United Airlines American und Continental Airlines im dritten Quartal rote Zahlen.

Die chronisch defizitäre Continental Airlines fuhr einen Verlust von 18 Millionen Dollar und AMR einen Fehlbetrag von 359 Mio. Dollar ein. Angesichts des nachlassenden Kostendrucks und einer teils wieder anziehenden Nachfrage blicken die Airlines aber etwas optimistischer in die Zukunft.

Deutliche Einschnitte verzeichneten AMR wie auch Continental Airlines beim Umsatz. Die Erlöse brachen vor allem wegen eines Rückgangs bei Geschäftsreisen um ein Fünftel auf 5,1 Mrd. Dollar beziehungsweise 3,3 Mrd. Dollar ein. Ähnlich erging es dem Konkurrenten UAL, der Muttergesellschaft von United Airlines.

Am Vortag hatte der Rivale mitgeteilt, seine Betriebseinnahmen seien um etwa 20 Prozent auf 4,4 Mrd. Dollar geschrumpft. Die Mutter des Billigfliegers AirTran Airways, AirTran Holdings, gab am Mittwoch einen Umsatzrückgang von elf Prozent auf 597 Mio. Dollar bekannt.

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