Flugplan
Lufthansa expandiert im Nahen Osten

Trotz der Finanzkrise will die Lufthansa ihr Flug-Angebot für den Nahen Osten ausweiten. Im Sommer-Fahrplan 2009 nimmt die Fluggesellschaft zusätzliche Flüge ins Programm auf, die Strecken nach Dubai und Teheran werden intensiver beflogen. Dubai und Abu Dhabi sollen zu neuen Drehkreuzen im internationalen Flugverkehr werden.

DUBAI. Trotz der Finanzkrise will die Lufthansa ihr Flug-Angebot für den Nahen Osten ausweiten. Im Sommer-Fahrplan 2009 nimmt die Fluggesellschaft zusätzliche Flüge nach Riad, Dschidda, Dammam, Sanaa, Muscat, und Beirut ins Programm. Auf den Strecken nach Dubai und Teheran würden die Kapazitäten hochgefahren, sagte Thierry Antinori, Marketing- und Vertriebsvorstand der Lufthansa Passage Airlines, in Dubai. „Wir haben in einem schwierigen Umfeld unseren Marktanteil gesteigert“, betonte Antinori. Er verwies dabei auf interne Branchen-Berechnungen, wonach der Umsatz aller in den Vereinigten Arabischen Emiraten aktiven Airlines zwischen dem 1. Januar und dem 15. März um 13 Prozent zurückgegangen sei. Die Lufthansa habe demnach gegen den Trend um drei Prozent zugelegt.

Anders als andere Regionen scheint der Nahe Osten von Einbrüchen verschont zu bleiben. Nach Schätzungen der internationalen Luftfahrt-Vereinigung IATA sinkt das Passagieraufkommen 2009 global um drei Prozent, der Nahe Osten und Nordafrika bleiben mit 1,2 Prozent aber knapp im Plus. Von 2005 bis 2008 hat die Region ihren Weltmarkt-Anteil auf zehn Prozent verdoppelt. 2008 erzielte die Lufthansa im Nahen Osten ihre weltweit höchste Zuwachsrate: Die Zahl der verkauften Sitzkilometer, eine gängige Leistungseinheit, kletterte gegenüber dem Vorjahr um 24,4 Prozent. Dennoch spürt der Konzern den Wettbewerb der einheimischen Fluglinien. „Vor allem im Amerika-Geschäft wird dies deutlich“, betonte Antinori.

Airlines wie Emirates und Etihad verfolgen das Ziel, Dubai und Abu Dhabi zu Drehkreuzen für Interkontinental-Flüge in die USA und nach Asien auszubauen. Die aggressive Preis-Offensive drücke zwar kurzfristig auf den Gewinn, sagte Nathan Zielke von Artur D. Little. „Derzeitige Kostenvorteile durch geringere Personalausgaben sowie die effizientere Flottenstruktur bieten aber ausreichend Spielraum für kurzfristige Rückgänge der Verkehrserlöse.“

Michael Backfisch
Michael Backfisch
Handelsblatt / Korrespondent
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%