Flugverband senkt Prognose

China-Konjunktur bremst Luftfahrtbranche aus

Nirgendwo steigt die Zahl der Fluggäste so stark wie in China. Doch die schlechte Konjunktur im Reich der Mitte drückt auf das Geschäft der Luftfahrtindustrie. Der Branchenverband Iata rechnet mit langfristigen Folgen.
Die schlechte Konjunktur im Reich der Mitte drückt auf das Geschäft der Luftfahrtindustrie. Quelle: dpa
Flugverband

Die schlechte Konjunktur im Reich der Mitte drückt auf das Geschäft der Luftfahrtindustrie.

(Foto: dpa)

FrankfurtDas langsamere Wirtschaftswachstum in China dämpft dem Branchenverband Iata zufolge die Entwicklung der weltweiten Luftfahrtindustrie. Die International Air Transport Association (Iata) schraubte am Donnerstag ihre Prognose für die Passagierzahlen zurück. Demnach werden im Jahr 2034 mit sieben Milliarden Menschen zwar doppelt so viele Fluggäste erwartet wie 2015 mit voraussichtlich 3,5 Milliarden Passagieren. Bisher war die Vereinigung für 2034 aber von 7,4 Milliarden Fluggästen ausgegangen. Wirtschaftliche und politische Ereignisse in den vergangenen Monaten hätten die Wachstumsperspektiven geschmälert, erklärte Iata-Chef Tony Tyler. Eine Reihe von Anschlägen wie die von Paris vor zwei Wochen hatten in jüngster Zeit Sicherheitsbedenken geschürt.

Trotz des langsameren Wirtschaftswachstums in China nehme die Zahl der Fluggäste dort aber so rasant zu wie nirgendwo sonst in der Welt, so der Verband weiter. Es werde weiter damit gerechnet, dass die Volksrepublik die USA bis 2029 als Spitzenreiter unter den Ländern mit den meisten Fluggästen ablöse. Im Jahr 2034 würden 1,2 Milliarden chinesische Passagiere erwartet.

Wie wir morgen fliegen
Mehr Luft über den Wolken
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Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer tritt bei seiner Regionaljet-Generation E2 mit einer völlig neu gestalteten Kabine an. Spezielle Handgepäck-Behälter sowie versetzte Sitze sorgen nicht nur für einen luftigeren Eindruck bei den Fluggästen, sie schaffen auch tatsächlich mehr Platz in der chronisch beengten Röhre.

Apartment in 13.000 Metern Höhe
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„Residence by Etihad“ – unter diesem Namen bietet die Golf-Airline ihren betuchten Fluggästen nicht weniger als eine komfortable Drei-Zimmer-Wohnung für ihren Flug an. Eingebaut ist das Luxus-Appartement im Oberdeck des Airbus 380, von dem die Fluggesellschaft gerade den zweiten übernommen hat. Acht weitere A380 sind bereits bestellt.

Ausgehen an Bord
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Rivale Qatar Airways setzt dagegen auf einen gepflegten Ausflug an Bord – etwa in eine luxuriös  gestaltete Bar. Auch sie ist in den Airbus 380 der Airline eingebaut und zwar im Oberdeck. Rein dürfen leider nur Passagiere der Business und First Class, alle anderen müssen weiterhin auf ihren Sitzen bleiben. 

Immer unter Strom
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Über den Wolken scheint immer die Sonne. Die Ingenieure von B/E Aerospace wollen sich das zunutze machen. Sie haben in die Sonnenblenden der Fenster einen dünnen Solarzellenfilm eingebaut. Der liefert Strom etwa zum Aufladen eines Smartphones oder Tablet-Computers. Noch befindet sich das System mit dem Namen „Solar Eclipse“ in der Testphase.

Müllwagen an Bord
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Eine Idee, die für die Passgiere nicht sichtbar, aber gleichwohl genial ist, hat Marc Spille, Student an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, gemeinsam mit Airbus umgesetzt. Sein mobiler Müllcontainer zieht die gefüllten Müllsäcke stark zusammen und presst den Abfall so platzsparend zusammen. Der Clou: Spille nutzt dazu das Vakuumsystem der Bordtoilette.

Digitale Fluchthilfe
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Dem Gerede des Sitznachbarn entkommen? Mit der „Escape Visor“ von Alexandra Moceri vom College for Creative Studies in Detroit ist das kein Problem. Befestigt am Kopfteil des Flugzeugsitzes kann der Passagier die „Brille“ bei Bedarf herunterklappen und per Touchpad im Sitz festlegen, was er mit ihr sehen möchte – vom aktuellen Bordprogramm bis hin zu Live-Bildern vom Flug. Alternativ lässt sich das Sichtfeld abdunkeln – für ein kleines Nickerchen. Noch ist die Brille allerdings nur eine Studie.

Neue Durchlässigkeit
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Mit einer neuen, stark lichtdurchlässigen Folie macht Sabic Innovative Plastics auf sich aufmerksam. Was auf den ersten Blick unspektakulär klingen mag, schafft ganz neue Möglichkeiten auch für den Fluggast. Längst denken die Airlines etwa über Self-Service-Stationen an Bord nach. Dazu muss der Passagier natürlich sehen, was es gibt. Das klassische Vitrinenglas ist viel zu schwer. Die Folie von Sabic ist dagegen leicht und zudem noch schwer entflammbar.

  • rtr
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