Flugverkehr wird aufrecht erhalten
Sabena beantragt Gläubigerschutz

Die vom Konkurs bedrohte Fluglinie bekommt vom belgischen Staat Unterstützung.

ap BRüSSEL. Nach dem Ausfall der zugesagten Finanzhilfen der Swissair hat die vor dem Konkurs stehende belgische Fluggesellschaft Sabena am Mittwoch Gläubigerschutz beantragt. Sabena habe aber die notwendigen Mittel, um die Aufrechterhaltung des normalen Betriebs zunächst einmal zu garantieren, teilte das Unternehmen mit.

Der belgische Staat bewilligte unterdessen einen auf einen Monat befristeten Kredit über 125 Mill. € (245 Mill. DM). Die Regierung in Brüssel hat bereits Kontakte mit der EU aufgenommen, um zu prüfen, ob eine derartige Finanzspritze rechtens ist. Der belgische Regierungschef Guy Verhofstadt erklärte die sechsjährige Partnerschaft zwischen Sabena und Swissair für beendet. «Dies bedeutet das Ende der Kooperation», sagte Verhofstadt. Mit dem Kredit sei ein Monat Zeit gewonnen worden, um in Belgien eine neue Luftlinie aufzubauen. In der Hauptstadt Europas mit jährlich mehr als 20 Mill. Flugreisenden müsse es möglich sein, eine wettbewerbsfähige Fluggesellschaft zu etablieren, die sich auf europäische Routen konzentriere.

Die Beschäftigten der Sabena hatten in einer Urabstimmung einen Sanierungsplan genehmigt. Er sieht den Abbau von 2 000 der insgesamt 12 000 Stellen vor. Die im Nachlassverfahren stehende Swissair Group ist mit 49,5 % an Sabena beteiligt, während der belgische Staat mit 50,5 % die Mehrheit hält. Die Regierung hatte am Dienstag Klagen gegen die Swissair und Crossair in die Wege geleitet, weil die Schweizer Airline wegen Zahlungsunfähigkeit ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt. Rechtliche Schritte erwägt Brüssel auch gegen die beiden Schweizer Großbanken.

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