Flugzeughersteller
Airbus pocht auf Kredit der Bundesregierung

Airbus erwartet von Deutschland eine Finanzierungshilfe. Das Wirtschaftsministerium ist zwar zuversichtlich. Doch im Gegenzug möchte die Bundesregierung eindeutige Standortzusagen.
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BerlinNach dem Jungfernflug des neuen Airbus A350 pocht das Unternehmen auf eine rasche Auszahlung zugesagter Finanzierungshilfen der Bundesregierung. Airbus-Produktionschef Günter Butschek äußerte die Erwartung, dass die noch ausstehenden 600 Millionen Euro Kredit aus der 1,1 Milliarden Euro schweren Anschubfinanzierung für den neuen Langstreckenflieger nun überwiesen werden.

"Ich gehe davon aus, dass wir die Gespräche in den nächsten Wochen zu einem guten Ende bringen können", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die Bundesregierung hatte das Geld auf Eis gelegt, um die Airbus-Mutter EADS dazu zu bringen, mehr Forschungs- und Entwicklungsbereiche in Deutschland anzusiedeln.

Auch das Wirtschaftsministerium zeigte sich grundsätzlich zuversichtlich, dass beide Seiten eine Lösung finden. "Über die Grundlinien einer solchen Verständigung herrscht bereits Einigkeit zwischen der Bundesregierung und Airbus", erklärte ein Ministeriumssprecher. "Darlehenszahlungen sind allerdings nur dann möglich, wenn damit konkrete Gegenleistungen und Zusagen für die deutschen Standorte verbunden sind", machte er zugleich deutlich.

Laut "Spiegel"-Vorabbericht will das Ministerium, dass der Nachfolger des Kurzstreckenjets A30X maßgeblich in Deutschland entwickelt wird. In Managementkreisen werde hingegen betont, die Bundesregierung könne keine weiteren Zusagen zum A30X erwarten, wenn sie die halbe Milliarde nicht zahle.

Der französische Staat habe seine Entwicklungshilfen bereits ausbezahlt. Ein Gespräch zwischen Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Airbus-Chef Fabrice Bregier vergangene Woche habe aus Sicht des Unternehmens keine Ergebnisse gebracht. Das Ministerium steht nach eigener Auskunft jedoch weiter in engem Kontakt mit dem Flugzeugbauer.

Butschek betonte: "Wir haben unsere Verpflichtungen übererfüllt." Er verwies zudem darauf, dass der A350 ein Jobmotor sei. "Wir haben 2011 und 2012 für dieses Flugzeug in Deutschland etwa 4000 Arbeitsplätze geschaffen. 2013 kommen nochmals bis zu 1000 Mitarbeiter dazu - auch wegen des A350 XWB", erläuterte er.

Am Freitag hatte Airbus im südfranzösischen Toulouse den erfolgreichen Jungfernflug des neuen Flugzeugs gefeiert und damit kurz vor der wichtigen Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris Akzente gesetzt. Der Langstreckenflieger soll vor allem dem Dreamliner 787 des US-Rivalen Boeing Konkurrenz machen. Der Test war der vorläufige Endpunkt einer achtjährigen Entwicklungsphase, die EADS 15 Milliarden Dollar gekostet hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es ist gut und vorallem überfällig Klartext mit der Airbusführung zu reden. Mit der Gründung der Airbus SAS im Jahr 2000 hat eine Zentralisierung stattgefunden, die aus dem Partnerland Deutschland nur noch eine Airbus Operation GmbH übriglies.
    Franzosen haben einfach einen Hang zum Zentralismus und Machtanspruch, wir Deutsche sind auch nicht perfekt und haben auch unsere Macken. Dehalb muss man diese offen benennen und freundschaftlich korrigieren.

    Die Anzahl Arbeitsplätze ist eine Sache, aber die Qualität der Arbeit ist entscheidend. Das Programmmanagement zum A30x muss in Hamburg geleitet werden, also Entwicklung, Erstflüge, Zulassung sowie die Entmontage. Diese bitte auch mit TamTam wie in Toulouse eröffnen. Also europäischer und Deutscher Fahne zur Montagelinineneröffnung, eine Bennung der neuen Halle nach (?) sagen wir mal "Felix Kracht", dann der Erstflug mit Live Youtube Übertragung. USW. Die Webseite zu Airbus sollte die deutschen Anteile würdiger darstellen, es wird eine franz. Erfolgsgeschichte mit europäischen Anteilen suggeriert. Es reicht einfach nicht Frankfurt und Hamburg als Erstatzeillager aufzuführen. Warum nacht man keine Airbus SE (europäische Aktiengesellschaft) anstatt der SAS (französische Aktiengesellschaft) ? DAS wäre ein Zeichen von EUROPA!

  • Y-a-t-il de bons asiles psychiatriques en Allemagne?

  • Der Unterschied ist gigantisch. Inzwischen werden von Seiten der Lufthansa Lösungen gefordert. Wer will sich schon von toxischen Gasen die Gesundheit ruinieren lassen? Das Problem wurde lange Zeit unter den Teppich gekehrt. Die Ruhe ist vorbei.

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