Folgen der Finanzkrise
Post muss Kapitalerhöhung bei Postbank alleine stemmen

Die Deutsche Post hat fast die komplette Kapitalerhöhung der Tochter Postbank getragen. Auf Basis der Garantie seitens der Post seien 99,3 der angebotenen Aktien oder 54,4 Mio. Stück vom Mutterkonzern gezeichnet worden, teilte die Deutsche Postbank mit.

HB BONN. Der Anteil der Post an der Postbank steige damit von knapp über 50 Prozent auf 62,3 Prozent. Der Bezugspreis der insgesamt 54,4 Mio. Aktien lag bei 18,25 Euro. Die Postbank erlöste damit wie bereits angekündigt rund eine Mio. Euro.

Anfang 2009 verkauft die Post einer Vereinbarung vom September zufolge 29,75 Prozent der Postbank an die Deutsche Bank für 2,8 Mrd. Euro. Bei der Transaktion wurde der Wert einer Aktie auf 57,25 Euro festgelegt. Über das erste Paket hinaus hat sich Deutschlands Branchenprimus noch die Option auf weitere Anteile gesichert: Weitere 18 Prozent kann die Deutsche Bank der Mutter Post in den ersten ein bis drei Jahren nach dem Einstieg für 55 Euro je Aktie abkaufen. Die Post räumte der Deutschen Bank zudem ein Vorkaufsrecht für ihre verbleibenden Anteile ein.

Um sich gegen einen möglichen weiteren Kursverfall im Zuge der Finanzmarktkrise zu wappnen, hat sich die Post aber auch die Möglichkeit gesichert, den verbleibenden Postbank-Anteil von 20,25 Prozent plus einer Aktie für 42,80 Euro je Aktie innerhalb von 21 und 36 Monaten nach dem ersten Teilverkauf an die Deutsche Bank zu veräußern. Am Freitag legte die Aktie bis elf Uhr in einem schwachen Umfeld um 1,7 Prozent auf 16,15 Euro zu.

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