Folgen der Salamander-Übernahme
Garant Schuh stellt Insolvenzantrag

Wegen Zahlungsunfähigkeit will die Düsseldorfer Garant Schuh + Mode AG will an diesem Dienstag Insolvenzantrag stellen, kündigte der Vorstand des Unternehmens am Montagabend an.

HB DÜSSELDORF. Der Schritt wird damit begründet, dass Verhandlungen mit Banken zur Abwendung eines kurzfristigen Liquiditätsengpasses und zur längerfristigen Sicherung eines ausreichenden Finanzierungsrahmens „überraschend bislang nicht zu einem abschließenden und befriedigenden Ergebnis“ geführt hätten. Die niederländische Rabobank habe eine Einigung mit den insgesamt 18 Banken blockiert.

Allerdings bedeutet die Insolvenz nicht das Aus für das Unternehmen, das sich als größte europäische Verbundgruppe des selbstständigen Schuh- und Lederwarenfachhandels sieht. Die Gespräche mit den finanzierenden Banken sollen „mit hoher Intensität“ fortgesetzt werden. Sollte die Finanzierung kurzfristig sichergestellt werden, werde der Insolvenzantrag zurück gezogen. „Anderenfalls beabsichtigt die Gesellschaft, die für die Fortführung des Geschäftsbetriebes notwendigen Restrukturierungs- und Finanzierungsmaßnahmen im Rahmen eines Insolvenzverfahrens umzusetzen.“

Garant war 2003 durch die Übernahme und den Umbau von Salamander in die roten Zahlen gerutscht, hatte aber für 2004 wieder schwarze Zahlen angekündigt. Für die ersten drei Monate 2004 war im Mai ein Überschuss von 0,9 Millionen Euro bekannt gegeben worden. Der Fehlbetrag im Gesamtjahr 2003 betrug 14,1 Millionen Euro, nach einem Überschuss von 2,8 Millionen Euro 2002.

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