Foodpanda
Rocket Internet speckt bei Lieferdiensten ab

Rocket Internet trennt sich von einigen Lieferdiensten im Ausland, etwa in Spanien, Italien und Brasilien. Firmenchef Oliver Samwer will die Start-up-Schmiede so schlanker aufstellen.

BerlinDie Start-up-Schmiede Rocket Internet und ihr Essens-Lieferdienst Foodpanda ziehen sich mit ihren Essenslieferdiensten aus hart umkämpften Märkten zurück. Angesichts des scharfen Wettbewerbs verkauft Rocket die Firmen La Nevera Roja in Spanien sowie Pizzabo und Hellofood in Italien, Foodpanda veräußert Hellofood in Brasilien und Mexiko, wie Rocket am Freitag mitteilte. Käufer sei der britische Lieferdienst Just Eat, der 125 Millionen Euro bezahle.

Rocket hat mehrere Essenslieferdienste in seinem Haus gebündelt. Dazu gehören Beteiligungen an Foodpanda und Delivery Hero, das in Deutschland unter den Namen Lieferheld und Pizza.de agiert. „Online-Essenslieferdienste bleiben weiterhin ein Schwerpunkt der strategischen Ausrichtung von Rocket Internet mit den wichtigen Marktführern Delivery Hero und Foodpanda“, betonte Rocket-Chef Oliver Samwer. Die im Entry Standard notierte Aktie legte um fünf Prozent zu.

Foodpanda-Chef Ralf Wenzel sagte, die Firma wolle sich auf die Kernmärkte in Asien, dem Mittleren Osten und Osteuropa konzentrieren. Just Eat, bisher vor allem stark in Großbritannien und Dänemark, arbeitet an einem internationalen Ausbau des Geschäfts.

Rocket ist zur Sparsamkeit gezwungen. Die Beteiligungen an den Start-ups zahlen sich nur in barer Münze aus, wenn sie gewinnbringend verkauft oder an die Börse gebracht werden. Beides ist angesichts der derzeitigen Finanzmarktturbulenzen schwierig, was jüngst der verschobene Börsengang vom Kochbox-Anbieter Hello Fresh verdeutlichte.

Firmenchef Samwer setzt nun auf Zeit: „Die heutigen Transaktionen zielen darauf ab, die Komplexität des Unternehmensnetzwerks von Rocket Internet weiter zu reduzieren.“ Zu Rocket gehören mehr als 30 Startups weltweit – darunter die Online-Mobelhändler Home24 und Westwing sowie der Wohnungsvermittler und Airbnb-Konkurrent Wimdu, die allesamt Verluste machen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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