Formfehler bei der Hauptversammlung
Hedge-Fonds Elliott stellt Dis Ultimatum

Die Düsseldorfer Zeitarbeitsfirma Dis muss voraussichtlich ihre Hauptversammlung (HV) vom 8. Juni wiederholen. Gestern erhielt Vorstandschef Dieter Scheiff ein schriftliches Ultimatum des Finanzinvestors Elliott Associates. Darin fordert der Hedge-Fonds, der rund zehn Prozent der Dis-Anteile hält, bis zum 27. Juni eine neue HV einzuberufen. Andernfalls werde man selbst ein außerordentliches Aktionärstreffen einberufen.

cs DÜSSELDORF. Die Wiederholung begründet Elliott mit einem Formfehler. So seien die HV-Beschlüsse erst in den frühen Morgenstunden des 9. Juni gefallen, obwohl die Versammlung nur für den 8. Juni terminiert war. Mit seinem Widerstand gegen die Beschlüsse will Elliott den Dis-Mehrheitsaktionär Adecco daran hindern, die Tochter von der Börse zu nehmen, ohne den freien Aktionären, die noch 17 Prozent der Anteile halten, ein höheres Abfindungsangebot zu unterbreiten.

„Die Gesellschaft operiert gegenwärtig in einem rechtsfreien Raum“, sagte Elliott-Manager Franck Tull. Das gelte insbesondere für die Rücknahme der Zulassung an der Frankfurter Wertpapierbörse. Zudem habe es Dis versäumt mitzuteilen, weshalb die Dividende nicht termingerecht gezahlt wurde. „Wir prüfen den Fall“, sagte eine Sprecherin der Finanzaufsichtsbehörde Bafin. Dis selbst ließ Anfragen unbeantwortet.

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