Frachtaufkommen zurückgegangen
Lufthansa mit weniger Passagieren

Im vergangenen Montat sind weniger Passagiere mit der Deutschen Lufthansa geflogen als vor einem Jahr. Auch das Frachtaufkommen als wichtiger Konjunkturindikator fiel im September zurück.

HB FRANKFURT. Die Zahl der Fluggäste sei im September um ein Prozent auf 4,125 Mill. gesunken, teilte die Fluggesellschaft am Freitag in Frankfurt mit. Eine Sprecherin verwies jedoch darauf, dass im Gegensatz zum Vorjahr im September 2003 noch drei Bundesländer Schulferien gehabt hätten. Dennoch habe die Passagierzahl damit erstmals im laufenden Jahr die Marke von vier Mill. überschritten. Die Auslastung sei um 1,2 %punkte auf 77 % zurückgegangen. Die verkauften Sitzkilometer bezifferte die Lufthansa mit 8,321 Milliarden, ein Plus von 0,1 %.

Erfreulich hätten sich einmal mehr die Gebiete Amerika und Nahost/Afrika entwickelt. Dort seien die Passagierzahlen um 7,3 beziehungsweise 10,9 % gestiegen, teilte die Lufthansa mit. Allerdings habe die Lufthansa in diesen Regionen ihre wieder verstärkten Flugangebote trotz wachsender Nachfrage noch nicht vollständig absetzen können. In dem im Frühjahr von der Lungenkrankheit Sars beeinträchtigten Raum Asien/Pazifik hätten schon wieder fast so viele Fluggäste wie im September 2002 die Lufthansa gewählt.

Das Frachtaufkommen, ein wichtiger Frühindikator für die weitere Entwicklung der Wirtschaft, fiel auch im September und ging um 3,2 % auf 132 000 Tonnen zurück. Wegen des starken Euro und der anhaltend schwachen Konjunktur in Europa hätten sich die Warenströme der einzelnen Regionen unterschiedlich entwickelt und erschwerten die Anpassung der Kapazitäten, teilte die Lufthansa mit. So sei das Frachtaufkommen aus dem asiatisch-pazifischen Raum heraus zurzeit deutlich höher als umgekehrt.

Mitte September hatte Lufthansa Cargo die Restrukturierung ihrer Flotte angekündigt. Da künftig Flugzeuge bei Bedarf gechartert würden, könne flexibler auf Schwankungen des Frachtvolumens reagiert werden.

Die Lufthansa hatte im zweiten Quartal vor allem dank harter Sparmaßnahmen überraschend einen operativen Gewinn von 65 Mill. € verbucht. Unter dem Strich blieb aber ein zweistelliger Millionen-Verlust. Die Lufthansa rechnet auch im Gesamtjahr nicht mit einem Gewinn. Die Gesellschaft hatte daher angekündigt, die Kosten weiter strikt zu kontrollieren. Am Donnerstag kündigte die Lufthansa an, 2000 der weltweit rund 95 000 Stellen in den kommenden Jahren zu streichen. Betriebsbedingte Kündigungen sollten dabei jedoch vermieden werden.

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