Frachtkontrollen
USA verschärfen Regeln

Nach den vereitelten Paketanschlägen haben die USA die Kontrollen für die Luftfracht verschärft. Pakete, die als riskant gelten, dürfen künftig nicht mehr in Passagiermaschinen transportiert werden. Bisher konnten diese nach einer zusätzlichen Kontrolle auch im normalen Linienverkehrt mitgenommen werden.
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HB WASHINGTON. Die USA haben als Folge der vereitelten Luftpost-Anschläge schärfere Regeln für Luftfracht und Flugverkehr erlassen. Demnach dürfen Pakete, die von den Sicherheitsbehörden einmal als riskant eingestuft wurden, künftig nicht mehr in Passagiermaschinen transportiert werden, teilte das US- Heimatschutzministerium am Montag in Washington mit. Bisher galt für solche Fracht, dass sie nach einer zusätzlichen Kontrolle im Personenverkehr mitgenommen werden durfte, wenn sie sich als harmlos erwiesen hatte.

Zudem müssen verdächtige Pakete nun auch dann mehrfach überprüft werden, wenn sie auf reinen Frachtflügen transportiert werden. Nach welchen Maßstäben Pakete als riskant deklariert werden, ließ das Ministerium allerdings offen.

Auch für Passagierflüge gelten nun neue Bestimmungen: Fluggäste in den USA dürfen keine Druckerpatronen mehr mit an Bord nehmen, die schwerer als rund 450 Gramm sind. Die Bestimmungen gelten ab sofort. Darüber hinaus darf weiterhin keine Luftfracht aus dem Jemen ins Land geliefert werden. Der Bann wurde auf Sendungen aus Somalia ausgedehnt.

Vor mehr als einer Woche waren zwei in Druckerpatronen versteckte Sprengsätze in Luftpostsendungen in Dubai und Großbritannien entdeckt worden. Beide Sendungen aus dem Jemen waren an jüdische Einrichtungen in Chicago adressiert, sollten allerdings noch während des Flugs explodieren. Ein Paket war am Flughafen Köln-Bonn umgeladen worden. Die Funde hatten international eine Diskussion um schärfere Kontrollen von Luftfracht ausgelöst.

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