Fränkischer Spielwarenproduzent wächst in einem schwierigen Umfeld
Playmobil erobert die Welt

Kein anderer deutscher Spielwarenproduzent war in den vergangenen Jahren so erfolgreich wie Playmobil. Mit ihren bunten Plastikwelten eroberten die Franken die Gunst von Millionen Kindern. Und ständig kommen neue hinzu - weltweit.

MÜNCHEN. Der Siegeszug wird wohl auch im gerade begonnenen Weihnachtsgeschäft anhalten. „Die ersten Anzeichen aus dem Handel sind positiv. Wir sind zuversichtlich, dass unsere Neuheiten gut ankommen“, sagte Playmobil-Geschäftsführerin Andrea Schauer dem Handelsblatt.

Die fränkische Firma wächst seit Jahren rasant. So kletterte der Umsatz 2004 um elf Prozent auf 359 Mill. Euro. Die gute Entwicklung ist bemerkenswert, denn die Kundschaft gibt immer weniger Geld für Spielwaren aus. Seit Jahren fallen die Einnahmen von Herstellern und Händlern. Angesichts des Abwärtstrends zeigte sich der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) vergangene Woche bereits zufrieden darüber, dass der Umsatz dieses Jahr hier zu Lande mit 3,3 Mrd. Euro voraussichtlich wieder das Vorjahresniveau erreichen wird.

Playmobil hingegen steuert auf neue Rekorde zu. „Unser Geschäft ist auf kontinuierliches Wachstum angelegt“, sagt Schauer. Das Unternehmen sieht vor allem im Ausland großes Potenzial. Schauer: „In Frankreich haben wir einen Marktanteil von 4,3 Prozent. Das ist halb so viel wie in Deutschland, und entsprechend groß sind unsere Wachstumschancen.“ Dazu kommt: Im Ausland läuft das Geschäft mit Spielwaren derzeit deutlich besser als in Deutschland. „Der deutsche Markt ist der schwierigste in ganz Europa“, heißt es beim Rödentaler Puppenanbieter Zapf.

Darüber hinaus will Playmobil verstärkt Mädchen ansprechen. Nur gut ein Drittel aller Kinder, die mit den Figuren von Playmobil spielen, sind Mädchen. Mit Produkten wie dem Puppenhaus soll der Anteil schon bald steigen.

Für die Spielwarenbranche hat gerade die wichtigste Zeit des Jahres begonnen. Vier von zehn Euro erwirtschaftet die Industrie in den Monaten November und Dezember. Die Marktforscher von Eurotoys haben ausgerechnet, dass ein Kind von seinen Eltern im Schnitt Geschenke im Wert von 110 Euro bekommt. Die meisten Kids hier zu Lande erhalten dazu noch Präsente im Wert von 100 Euro von Freunden und Verwandten. Allerdings verteilt sich die Summe mindestens auf ein halbes Dutzend einzelner Artikel.

Seite 1:

Playmobil erobert die Welt

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%