Frankreich
Air France-Streik lähmt Flugverkehr

In Frankreich sind zahlreiche Flüge wegen eines Streik von Piloten der Fluggesellschaft Air France ausgefallen. Die Piloten wehren sich gegen neue Rentenpläne. Betroffen sind auch viele Linien nach Deutschland.

HB PARIS. Am Flughafen Roissy waren am Mittag fast die Hälfte der Flüge als "annulliert" angezeigt, darunter auch Verbindungen nach Stuttgart und Düsseldorf. Flugausfälle gab es auch in Nizza. Die Streiks richten sich gegen die geplante Heraufsetzung des Rentenalters der Piloten von 60 auf 65 Jahre. Rund zwei Drittel der Piloten stimmten nach Angaben der Gesellschaft SNPL für weitere Streikmaßnahmen.

Auch der Luftverkehr am Pariser Flughafen Charles de Gaulles war stark eingeschränkt. Die Fluggesellschaft Air France ging davon aus, dass etwa ein Drittel der Langstreckenflüge und die Hälfte der übrigen Flüge gestrichen werden muss. Auch hier waren Verbindungen nach Düsseldorf und Stuttgart betroffen. Die Pilotengewerkschaft wollte im Lauf des Tages über die Fortsetzung des Streiks beraten. Ursprünglich solle der Streik bis Montag um Mitternacht dauern.

Die Gewerkschaften befürchten, dass die Rentenpläne einen ersten Schritt zu einer grundsätzlichen Verlängerung der Beitragszeit darstellen. Konzernchef Jean-Cyril Spinetta hatte indes den Streik in einem Brief an die Piloten als "unnütz und gefährlich" verurteilt und Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro befürchtet. Laut Air France beteiligten sich bislang 40 Prozent der Piloten am Streik, die Gewerkschaft sprach von 80 Prozent.

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