Fraport auf Einkaufstour
Frankfurter Airportbetreiber übernimmt griechische Flughäfen

Die Hessen kommen: Der Flughafenbetreiber Fraport übernimmt etliche griechische Flughäfen. Die Gesellschaft erwartet ein attraktives Touristen-Aufkommen, die griechische Regierung kommt den Privatisierungspflichten nach.
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FrankfurtDer Betreiber der Frankfurter Flughafens, Fraport, hat für 1,23 Milliarden Euro den Zuschlag für den Betrieb von 14 Regionalflughäfen in Griechenland bekommen. Der Konzessionsvertrag, vergeben von der griechischen Privatisierungsbehörde, laufe über 40 Jahre, teilte Fraport am Dienstag in Frankfurt am Main mit. Das Geld landet in der griechischen Staatskasse. Die Privatisierungsbehörde erklärte, sie erwarte nun eine Verbesserung der Infrastruktur und des Services auf den Regionalflughäfen.

Bei den 14 Regionalflughäfen geht es um drei auf dem Festland, darunter in Thessaloniki, und elf Insel-Flughäfen, unter anderem auf Kreta, Korfu, Kos, Mykonos, Rhodos, Samos und Santorini. Alle 14 Flughäfen zusammen hatten im vergangenen Jahr ein Passagiervolumen von 19,1 Millionen Fluggästen, wie Fraport erklärte. Das Unternehmen aus Frankfurt erhielt den Zuschlag zusammen mit einem griechischen Partner, Copelouzos, hält in dem Konsortium aber die Mehrheit. Das Unternehmen setzte sich gegen Konkurrenten wie das französische Unternehmen Vinci und Corporación América aus Argentinien durch.

Die Konzessionsvergabe unterstreiche die Position Fraports „als einer der weltweit führenden Flughafenbetreiber“, erklärte Konzernchef Stefan Schulte. Als touristische Ziele hätten die Flughäfen in Griechenland „sehr gute Entwicklungsperspektiven“.

Griechenland hatte als Gegenleistung für seine internationalen Rettungspakete versprochen, ein umfangreiches Privatisierungsprogramm aufzulegen - setzte es aber nur zögerlich um. Der Chef der Privatisierungsbehörde wurde in drei Jahren viermal ausgetauscht. Für dieses Jahr wurde die erwartete Summe aus Verkäufen von Staatsbesitz von 3,5 Milliarden Euro auf 1,5 Milliarden abgesenkt. In den kommenden Jahren soll die Privatisierungsbehörde jeweils zwischen zwei und drei Milliarden Euro jährlich in die Staatskasse bringen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Durch den Deal wächst die Fraport AG nicht nur weiter zu einer der global führenden Flughafenbetreiber, sondern investiert weiter in Länder mit Wachstumspotential und erweitert somit ihr Portfolio. Das hat sich bisher bewährt und das könnte es auch wieder. Mehr zum Thema gibt es hier:

    http://www.finance-magazin.de/strategie-effizienz/ma/fraport-kauft-sich-fuer-12-milliarden-in-griechenland-ein/

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