Fraport holt Horst Amann
Mehdorns Buhmann meldet sich zurück

Der frühere BER-Chef Hartmut Mehdorn und sein Technikchef Horst Amann bekriegten sich monatelang in aller Öffentlichkeit. Nach mehr als einem Jahr Pause ist Amann nun zurück – mit einem anderen heiklen Flughafen-Projekt.
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FrankfurtFür Hartmut Mehdorn, bis vor kurzem Chef der Berliner Flughäfen, war er der Buhmann. Derjenige, der mit dafür verantwortlich war, dass es am Pannen-Airport BER nicht voran ging. Bis aufs Messer bekriegten sich Technikchef Horst Amann und Mehdorn über Monate – bis Amann im November 2013 ging. Nun ist er wieder da. Sein früherer Arbeitgeber Fraport holt ihn zurück. In Frankfurt soll er den Bau des dritten Airport-Terminals steuern.

Die Berufung Amanns überrascht nicht. Wer mit Fraport-Managern spricht, merkt, dass der 62-jährige Bau-Ingenieur bei Deutschlands größtem Flughafenbetreiber hohes Ansehen und Respekt genießt.

Die Kritik von Mehdorn, den Zoff – ausgetragen in der Öffentlichkeit und in Briefen an den Aufsichtsrat des BER – haben viele bei Fraport nie verstanden. Zu gut war einfach die Arbeit, die Amann bei Fraport bis August 2012 abgeliefert hat. Unter anderem verantwortete der Manager den Bau der vierten Landebahn in Frankfurt. Dabei musste Amann viel aushalten. Flughafengegner zündeten sogar sein Auto an.

Nun kann der 62-Jährige ab diesem Freitag erneut beweisen, dass es durchaus möglich ist, auch in Deutschland große Infrastrukturprojekte zu stemmen. Fraport will mit dem umstrittenen Bau des dritten Terminals in Frankfurt noch in diesem Jahr beginnen. Bis zu drei Milliarden Euro sind dafür vorgesehen. Mit dem Gebäude kann Fraport dann ab 2022 bis zu 14 Millionen zusätzliche Fluggäste beherbergen.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt

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