Fraport steigert Gewinn Griechenland wird zum Gewinnbringer

Der Frankfurter Flughafenbetreiber meldet starkes Wachstum bei Umsatz und Gewinn und übertrifft damit die Erwartungen der Analysten. Besonders das Engagement in Griechenland zahlt sich für den Konzern aus.
Update: 02.11.2017 - 08:13 Uhr Kommentieren
Betreiber Fraport macht an Deutschlands größten Flughafen gute Geschäfte. Quelle: dpa
Flughafen Frankfurt

Betreiber Fraport macht an Deutschlands größten Flughafen gute Geschäfte.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat im Sommer von einer starken Nachfrage nach Flugtickets profitiert. Dank guter Geschäfte an Deutschlands größtem Airport und einer Erholung am Konzernflughafen im türkischen Antalya stieg der Umsatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 873 Millionen Euro, wie Fraport am Donnerstag mitteilte.

Die Regionalflughäfen in Griechenland lassen dabei besonders die Kasse klingeln. Die seit April eingerechnete Tochter Fraport Greece steuerte mit gut 180 Millionen Euro einen Großteil des Umsatzanstiegs von 13,7 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro bis Ende September bei. Die 14 Regionalflughäfen warfen 106 Millionen Euro Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) ab – etwa ein Achtel des Konzern-Ebitda von 808 Millionen Euro.

Der Gewinn im laufenden Geschäft legte sogar um 30 Prozent auf rund 388 Millionen Euro zu. Auf die Fraport-Aktionäre entfiel ein Überschuss von 181 Millionen Euro, ein Plus von 45 Prozent. Damit schnitt das Unternehmen besser ab als von Analysten erwartet.

Wo Manager in die Luft gehen
Die beliebtesten Airports für Geschäftsflieger
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Manager fliegen gerne in Ruhe und in gediegener Atmosphäre. Welche Airports Businessjets in Europa am häufigsten ansteuern, hat das Marktforschungsunternehmen Wingx Advance herausgefunden. Darunter sind auch zwei deutsche. Die bekannten Verkehrsflughäfen der europäischen Hauptstädte dagegen meiden zahlungskräftige Passagiere eher. Berücksichtigt haben die Marktforscher den Zeitraum von Januar 2015 bis Mai 2017. Von welchen zehn Airports in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres die meisten Jets gestartet sind, zeigt diese Bildergalerie.

Quelle: WingX Advance

Platz 10: Internationaler Flughafen München
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Am zweitgrößten Verkehrsflughafen in Deutschland heben auch viele Geschäftsflieger ab. 2.556 Starts waren es in den ersten fünf Monaten 2017.

Platz 9: Internationaler Flughafen Wien
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Von Schwechat geht es die Donau entlang in Richtung Innenstadt. 2.754 Mal flogen Businessjets von hier aus los. Während München seit Jahresbeginn deutlich um knapp 5,5 Prozent zulegen konnte, weist Wien nur geringfügig mehr Abflüge auf, plus 2,4 Prozent.

Platz 8: Linate Airport
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Der Mailänder Flughafen im Osten der Stadt entließ von Januar bis Mai 3.379 Businessjets in die Lüfte. Schon 2013 lag er auf dem achten Rang, aber spätestens seit 2015, das geht aus den Wingx-Advance.Daten hervor, sinken die Abflugzahlen.

Platz 7: Wnukovo International Airport
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Es ist der drittgrößte Flughafen im Moskauer Großraum: 3.555 Starts gab es am Wnukovo International Airport. Im Gegensatz zu einem starken Rückgang zwischen 2015 und 2016 gingen die Zahlen 2017 wieder in die Höhe.

Platz 6: Internationaler Flughafen Zürich
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Teilnehmer des World Economic Forum kommen am Züricher Flughafen in den Genuss eines Airshuttle. Der Gipfel fand Anfang 2017 statt. Wie viele der 4.106 Abflüge von Business-Flugzeugen darauf zurückgehen, ist nicht bekannt.

Platz 5: Farnborough Airport
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Bekannt für eine große Luftfahrtausstellung gehört Farnborough zu den Top fünf der Business-Flughäfen. 4.170 Jets gaben in den ersten fünf Monaten 2017 auf der Startbahn Schub.

„Gerade die gute Entwicklung der Beteiligungsflughäfen hat einen wichtigen Beitrag für den Ergebnisanstieg geleistet“, erklärte Vorstandschef Stefan Schulte am Donnerstag. „Wir liegen nach den ersten neun Monaten voll auf Kurs, unsere Jahresziele zu erreichen.“ Im Gesamtjahr soll der Umsatz auf 2,9 Milliarden Euro steigen, das Ebitda jedoch mit rund einer Milliarde Euro etwas unter dem Ergebnis des Vorjahres liegen, das von Sondererträgen getrieben war. Fraport ist weltweit an knapp einem Dutzend Flughäfen beteiligt, darunter der türkische Touristenflughafen Antalya und Lima in Peru. Das Auslandsgeschäft trägt inzwischen 40 Prozent zum Ergebnis bei.

Doch auch mit dem Wachstum am Heimatstandort Frankfurt ist der Flughafenbetreiber zufrieden. In diesem Jahr erwartet Fraport fünf Prozent mehr Passagiere. Von Januar bis September nutzten rund 48,9 Millionen Fluggäste den größten deutschen Flughafen – ein Plus von 4,6 Prozent und gleichzeitig ein historischer Höchstwert. Die höhere Zahl von Passagieren brachte Fraport einen höheren Erlös aus dem Einzelhandel am Airport. Zudem trieb die Gebührenerhöhung für die Fluggesellschaften im Januar die Erlöse nach oben.

  • dpa
  • rtr
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