Fraport-Zahlen
Flughäfen verlieren Passagiere

Die deutschen Verkehrsflughäfen bekommen Wirtschaftskrise und Rückgang des Luftverkehrs immer stärker zu spüren. „Alles andere als befriedigend“, nannte der Chef des börsennotierten, international aufgestellten Frankfurter Flughafen-Betreibers Fraport, Wilhelm Bender, gestern die Entwicklung im laufenden Jahr anlässlich der Präsentation seiner Bilanzzahlen für 2008.

FRANKFURT. Die Zahl der Passagiere schrumpfte im Rhein-Main-Airport, der Nummer drei in Europa nach London-Heathrow und Paris Charles de Gaulle, im Januar um über zehn Prozent, das Frachtvolumen sank sogar um knapp 24 Prozent. Der Februar werde ähnlich aussehen, und eine Prognose für das laufende Jahr wollte Bender nicht abgeben. Eher vage drückte er die Hoffnung aus, dass es in der zweiten Jahreshälfte wieder aufwärts gehen könne. Zumindest sollte dann der negative Trend gestoppt sein.

Der Frankfurter Flughafen ist für den weltweit im Airport-Business tätigen Konzern, der Flughafen-Beteiligungen in Hannover und auch in Bulgarien, der Türkei, Peru und China hält, mit etwa zwei Dritteln des Geschäftsvolumens nach wie vor das Standbein. Im letzten Jahr profitierte der Konzern allerdings vor allem von positiven Entwicklungen in der peruanischen Hauptstadt Lima und der türkischen Urlaubsdestination Antalya, sagte Bender. Dieses externe Geschäft habe die Zahlen verbessert. Rhein-Main blieb bei Passagieren und Fracht 2008 geringfügig unter den Vorjahreszahlen. Vom letzten Boom im Luftverkehr bekam der Airport immer wenig mit, da er an der Kapazitätsgrenze operiert.

Fraport greift angesichts der weltweiten Flaute im Luftfahrtgeschäft zu einschneidenden Sparmaßnahmen. Bei den Bodenmitarbeitern, die unter anderem die Be- und Entladung von Maschinen übernehmen, will der Konzern durch geringere Löhne und Gehälter für die knapp 5 000 Beschäftigten einen „deutlichen zweistelligen Millionenbetrag“ einsparen, wie Fraport-Chef Bender sagte. Zudem fasst das Unternehmen Kurzarbeit im Frachtbereich ins Auge. „Wir versuchen auf allen Gebieten den Aufwand runterzudrücken, um gerüstet zu sein“, sagte Bender.

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