Freizeitmode im Blick
Düsseldorfer Modemesse setzt auf Jeans

Die Messelandschaft für Jeans und angesagte Freizeitkleidung ist bisher eher zersplittert. Das soll sich nun ändern: Die weltgrößte Modemesse Igedo Fashion Fairs in Düsseldorf will auch zur wichtigsten Drehscheibe für Jeans und junge Straßenkleidung werden.

HB DÜSSELDORF. Der neue Bereich mit dem Titel „D-Unit“ werde auf der nächsten Modemesse im Juli zum ersten Mal präsentiert, sagte Projektleiterin Angelika Grammozi der Deutschen Presse-Agentur. In der Vergangenheit habe es keine europäische Messe geschafft, sich in dieser Sparte als Handelsbasis zu etablieren. „Die Branche fordert aber eine feste Plattform für Denim und Streetwear, sie braucht Planungssicherheit“, sagte Grammozi. Bisher sei die Messelandschaft für Jeans und angesagte Freizeitkleidung zersplittert. Für Händler und Aussteller bedeute dies unsichere Standorte, eine unübersichtliche Marktsituation, Reisen in verschiedene Städte und damit zusätzliche Kosten. „Düsseldorf als Modestadt und wichtiger Messestandort bietet hier ideale Voraussetzungen“, meinte Grammozi.

Während der zwei Mal jährlich veranstalteten Modemessen seien jeweils rund 70 000 Einkäufer aus der Textilbranche in der Stadt. Die Igedo Fashion Fairs bündelt vier Fachmessen, darunter die CPD für Damenmode und die HMD für Herrenmode. „Mit der neuen „D-Unit“ würde dort der komplette Markt abgebildet“, sagte die 33-Jährige. Zur Unterstützung hatten die Düsseldorfer erst vor wenigen Tagen den bisherigen Marketing-Leiter der Berliner Messe Bread & Butter, Mark McGuire, ins Boot geholt.

„Zurzeit führen wir viele Gespräche mit Unternehmen, wir haben schon zahlreiche Zusagen“, sagte Grammozi. Namen und Zahlen wolle sie zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht nennen. „Das Ganze ist ein Prozess und wird langsam wachsen.“ Die Modemesse vom 22. bis 24. Juli solle vor allem genutzt werden, um das Konzept für den neuen Jeans- und Freizeit-Bereich bekannt zu machen und Interessenten zu gewinnen. „Den großen Wurf erhoffen wir uns dann für die folgende Messe im Februar 2008.“

Bei den Ausstellern setzen die Düsseldorfer sowohl auf bekannte Marken als auch auf Nischenanbieter. „Gezeigt wird alles, was jung, progressiv und trendy ist“, sagte Grammozi. Geplant seien auch Aktionsflächen, auf denen sich etwa junge Designer oder Accessoire-Hersteller präsentieren könnten. Zielgruppe bei den Händlern seien neben großen Bekleidungshäusern vor allem kleinere Fachboutiquen, die für die Hersteller ansonsten eher schwer erreichbar seien.

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