FTI mit kostenloser Reiserücktrittsversicherung
Frühbucher-Offensive gegen Reiseflaute

Der deutsche Reiseanbieter FTI, Tochter des angeschlagenen britischen Touristikkonzerns My Travel, hat wie zuvor bereits zahlreiche Konkurrenten für die Wintersaison 2003/2004 massive Preisnachlässe und Frühbucherrabatte angekündigt.

Reuters MÜNCHEN. Als erster deutscher Veranstalter bietet FTI Frühbuchern zudem ohne Aufpreis eine kostenlose Reiserücktrittsversicherung für den Fall eines unvorhergesehenen Arbeitsplatzverlustes.

FTI-Chef Georg Eisenreich sieht die Frühbucher-Offensive als zentrales Mittel an, um den zuletzt massiven Trend in der Touristik zum kurzfristigen Buchen möglichst billiger Reisen wenige Wochen oder Tage vor Reiseantritt zu begegnen. FTI, Nummer fünf auf dem deutschen Reisemarkt, habe im Gegensatz zu den führenden Konzernen bereits in den vergangenen zwei Jahren sein Kapazitäten deutlich verringert, um den Anteil kurzfristiger Last-Minute-Buchungen zu senken, sagte Eisenreich am Montag in München. Er sei hocherfreut, dass mittlerweile auch die Marktführer Tui und Thomas Cook erkannt hätten, was FTI schon länger praktiziere: „Kapazitäten zurücknehmen und lieber Umsatzrückgänge in Kauf nehmen.“ Es müsse Schluss sein mit einer Politik, die dazu führe, Reisen unter Preis zu verkaufen.

Die beiden größten europäischen Touristikanbieter hatten angesichts schwerer Ertragseinbußen in der aktuellen Reiseflaute vor wenigen Wochen eine Kehrtwende ihrer bisherigen Preis- und Kapazitätsstrategie eingeleitet. Beide kündigten an, keine Überkapazitäten mehr zuzulassen und notfalls Marktanteile preiszugeben. Gleichzeitig kündigten sie für alle Reisen Preissenkungen von durchschnittlich etwa zehn Prozent und zusätzliche Rabatte für Frühbucher an.

FTI bietet nach eigenen Angaben in der Regel zwischen sieben und zwölf Prozent günstigere Preise für Winterurlaubsziele, nach Nordamerika werden Reisen sogar um 25 % günstiger. In der Sommersaison liegt FTI noch immer deutlich mehr als zehn Prozent im Rückstand. Konkrete Zahlen wollte Eisenreich am Montag nicht nennen. Mitte Juli lag FTI noch um 16 % hinter dem bereits rückläufigen Vorjahr zurück.

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