Fünf Flugstunden rund um Singapur
Qantas startet zweite Billigfluglinie in Asien

Jetstar Asia ist der voraussichtliche Name des künftigen asiatischen Billigfliegers. Die australische Qantas wird mit Hilfe von Geschäftsleuten und einer Investmentgesellschaft aus Singapur ihre zweite Billigfluggesellschaft starten.

HB SYDNEY. Die neue Airline soll noch im Laufe des Jahres ihren Betrieb aufnehmen und von Singapur aus asiatische Städte im Umkreis von fünf Flugstunden anfliegen, wie der australische Carrier am Dienstag mitteilte. Zunächst soll das Unternehmen mit vier, binnen drei Jahren dann mit 20 Maschinen vom Typ Boeing 737-800 oder Airbus A320 am Markt tätig sein. Alle Maschinen sollen geleast werden.

Qantas bezifferte die Investition in die Fluglinie auf insgesamt 100 Millionen Shanghai-Dollar. Davon trage sie selbst aus eigenen Mitteln die Hälfte. Partner von Qantas in dem Joint Venture sind die Geschäftsleute Tony Chew (21,1 %) und FF Wong (10 %) sowie die Temasek Holdings (19 %). Die australische Fluggesellschaft wird 49,9 % an der geplanten Unternehmung halten. Qantas-CEO Geoff Dixon bezeichnete das Vorhaben als moderate Investition, die eine hervorragende Gelegenheit zur Teilhabe am asiatischen Reisemarkt biete.

Qantas selbst bedient keine der von der geplanten Billigfluglinie vorgesehenen Routen. Auch werde die in Singapur ansässige Gesellschaft nicht das Geschäft des zum Konzern gehörigen Ferienfliegers Australian Airlines kanibalisieren, sagte Dixon. Ferner wolle man den etablierten Carriern der Region keine Konkurrenz machen. Wann der neue Billigflieger die Gewinnschwelle erreicht, ist nach seiner Darstellung von Start- und Landerechten abhängig. In Europa will Qantas nicht auf dem Markt der Billigflieger einsteigen. Er sei bereits überlaufen, sagte Dixon auf entsprechende Nachfragen.

Jetstar Asia ist die dritte Neugründung von Qantas binnen zwei Jahren. Im Oktober 2002 hob Australian Airlines ab, und Ende Mai soll Jetstar, ein Billigflieger für den australischen Markt, den Betrieb aufnehmen. Die Vorbereitungen von Qantas für die in Singapur ansässige Gesellschaft laufen nach Darstellung von Qantas bereits seit neun Monaten. Unter anderem Manager mit Erfahrungen aus dem europäischen Billigflugsegment sind dafür eingestellt worden.

An der strategischen Allianz mit Air New Zealand, die eine 22,5-prozentige Beteiligung von Qantas vorsieht, will der australische Konzern trotz des jetzt vorgestellten Vorhabens festhalten. Gegenwärtig gehen beide Seiten gegen abschlägige Bescheide der Kartellbehörden von Neuseeland und Australien vor.

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