Für Jubiläumsjahr optimistisch
Kuoni macht hohe Verluste

Kuoni hat das Jahr 2005 mit roten Zahlen abgeschlossen. Die Tsunami-Katastrophe und die Beteiligung an einem missglückten Hotelprojekt auf den Kanaren prägten das Jahr. Für 2006 ist der Schweizer Reisekonzern aber wieder optimistisch.

HB ZÜRICH. Kuoni hat 2005 mit einem Verlust von 42 Mill. sfr abgeschlossen. Für das laufende Jahr, in dem der grösste Schweizer Tourismuskonzern 100 Jahre alt wird, stellte Konzernchef Armin Meier am Donnerstag „gute Ergebnisse“ in Aussicht. Meiers Zuversicht basierte unter anderem auf dem Buchungsstand, der Mitte März elf Prozent höher als im Vorjahr lag.

Nachdem Kuoni im vergangenen Jahr stärker als andere Touristikkonzerne die Folgen der Tsunami-Katastrophe gespürt hatte, will die Gruppe nun wieder Marktanteile gewinnen. Das Umsatzwachstum solle 2006 deutlich über dem erwarteten Branchenwachstum von rund vier Prozent liegen, sagte CEO Armin Meier. Im vergangenen Jahr hatte der Umsatz um drei Prozent auf 3,688 Mrd. sfr zugenommen.

Vor allem in Indien und China rechnet der Konzern 2006 mit einem starken Wachstum. In Indien ist Kuoni Branchenführer unter den Reiseanbietern und will die Geschäfte auch über Akquisitionen weiter ausbauen. Bis Mitte März verzeichnete Kuoni in Indien ein Buchungsplus von 38 Prozent in Schweizer Franken. Aber auch in der Schweiz stiegen die gebuchten Reisen um 15 Prozent. Das margenstarke Geschäft in Grossbritannien hinkte mit einem Buchungsstand von plus vier Prozent etwas hinterher.

Dabei will Kuoni die Kunden nicht mit ausserordentlichen Rabattpreisen locken. „Wir erkaufen den Umsatz nicht“, sagte Finanzchef Max Katz. So zeigte sich Katz auch sehr zuversichtlich für eine Margenverbesserung der Gruppe. Denn mit steigenden Volumen kann Kuoni auch profitabler wirtschaften. „Der Ausblick hat sich weiter aufgehellt“, kommentierte Helvea-Analyst Chris Burger.

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