Fusion besiegelt
Glencore und Xstrata schaffen den neuen Rohstoffriesen

Der Rohstoffhändler Glencore übernimmt den Bergbaukonzern Xstrata. Die Megafusion ist knapp 90 Milliarden Dollar schwer. Doch unter den Aktionären wächst der Widerstand gegen den neuen Konzern der Rohstoffbranche.
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London/ZugMega-Fusion in der Bergbaubranche: Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore schließt sich mit dem Bergbaukonzern Xstrata in einer 90 Milliarden Dollar schweren Fusion zu einem neuen Branchenriesen zusammen. Glencore und Xstrata kamen 2011 zusammen auf einen Umsatz von 209 Milliarden Dollar und einen bereinigten Betriebsgewinn von 16,2 Milliarden Dollar. Damit kann es der neue Konzern mit dem Namen Glencore Xstrata International mit den ganz großen wie BHP Billiton, Vale und Rio Tinto aufnehmen. Glencore hatte zuletzt bereits eine Kontrollmehrheit bei Xstrata. Die Xstrata-Aktionäre erhalten im Rahmen des Zusammenschlusses, der mit Aktien bezahlt werden soll, einen Aufschlag von gut 15 Prozent - für die Branche vergleichsweise gering. Ein Großinvestor meldete deswegen bereits Bedenken an.

Xstrata-Aktionäre würden im Rahmen der Fusion unter Gleichen, wie die Firmen betonten, für jedes ihrer Papiere 2,8 neue Glencore-Titel erhalten, teilte Xstrata am Dienstag mit. Ausgenommen sind Xstrata-Aktien, die bereits im Besitz von Glencore sind. Den Firmenangaben zufolge enthalten die Bedingungen einen Aufschlag von 15,2 Prozent auf die Xstrata-Titel basierend auf dem Schlusskurs vom 1. Februar. Es war kurz bevor bekannt geworden, dass die beiden Firmen über einen Zusammenschluss verhandeln. Glencore ist mit einer Beteiligung von 34 Prozent bereits der größte Einzelaktionär von Xstrata.

Die britischen Vermögensverwalter Standard Life Investments und Schroders, die zu den zehn größten Xstrata-Investoren zählen, lehnten den von Glencore gebotenen Preis als zu gering ab. „Wir werden gegen die Fusion stimmen, wenn die Bedingungen für die Xstrata-Anteilseigner nicht erheblich nachgebessert werden“, kündigte David Cumming, Chef der Aktienabteilung von Standard Life, in einer Pressemitteilung an. Das Unternehmen mit Sitz in Edinburgh ist der viertgrößte Anteilseigner des britisch-schweizerischen Bergbaukonzerns.

Richard Buxton vom Finanzhaus Schroders sagte Journalisten, der vorgeschlagene Deal sei „nicht überzeugend oder attraktiv“ für die Anteilseigener von Xstrata. „Warum sollen sie nicht wenigstens 50 Prozent bekommen?“, zitierte ihn der Londoner „Guardian“. Allein können die beiden Investmentfirmen, die laut britischen Medienberichten zusammen weniger als 4 Prozent an Xstrata halten, den Deal nicht verhindern. Sollte es ihnen jedoch gelingen, weitere Aktionäre auf ihren Gegenkurs einzuschwören, könnten sie Glencores Pläne zur Schaffung eines Megakonzerns zu Fall bringen.

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  • ... und mich freut das die Fusion Deutsche Börse - NYSE abgesagt wurde,... gut gemacht Wettbewerbshüter so bleiben wir politisch korrekt und sichern langfristig Arbeitsplätze ... nur leider im Ausland.

  • Schön. Freut mich. Aber Weltunternehmen sollten auch eine Weltsteuer bezahlen. Diese könnte für Entwicklungshilfe, Ausbildung und Soziales verwendet werden. Bitte nicht für Militärausgaben.

    Warum? Weltweite Unternehmen entziehen sich zunehmend einer nationalen Verantwortung. Nutzen billige Produktionen und teure Absatzmärkte für maximale Gewinne. Aufwendungen für Infrastrukturen von Staaten, Soziale Absicherungen sind nicht ihr Ding. Sollen sich doch die Staaten verschulden, um das zu tragen.

    Große Unternehmen müssen mehr Steuern zahlen. Je größer desto mehr. Grundlage der Versteuerung darf nicht länger Gewinn sein sondern volkswirtschaftlicher Nutzen.

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