Fusion mit Hasbro?
Barbie in der Senioren-WG

Der Spiele-Hersteller Hasbro will laut Wall Street Journal Mattel übernehmen. Das könnte die Rettung für den angeschlagenen Barbie-Hersteller sein
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New YorkZunächst sah es bei dem Barbie-Hersteller Matell nach einer Midlife-Crisis aus. Doch nun könnte der Schritt in die Senioren-WG folgen.

Der eigentlich etwas kleinere, aber an der Börse stärker bewertete Konkurrent Hasbro hat laut Wall Street Journal ein Übernahmeangebot für Mattel vorgelegt. Es könnte die Rettung für den in die Jahre gekommenen Spielzeug-Konzern sein.

Mattel kriselt schon seit langem. Vor allem das Vorzeigeprodukt Barbie kann die Kleinen nicht mehr so richtig begeistern. Dabei haben sie schon alles versucht: Die langbeinige Blondine wurde fülliger gemacht, ethnischer. Aber sie findet trotzdem nicht ihren Weg in die Kinderzimmer.

Ihre Mütter und Großmütter mögen die steife Puppe ohne Super-Power noch spannend gefunden haben. Den jungen Generationen sagt sie offensichtlich nicht mehr. Und auch bei anderen Spielzeugen hatte Mattel kein glückliches Händchen bewiesen.

Angesicht der Schwierigkeiten hatte Mattel im Februar die Google-Managerin Margo Georgiadis als neue Vorstandsvorsitzende eingesetzt. Sie hat keinen leichten Job. Wenige Monate nach ihrem Antritt kündigte auch noch Toys R Us die Insolvenz an. Das macht Mattel als großem Zulieferer zusätzlich zu schaffen. Im dritten Quartal standen mehr als 600 Millionen Dollar Verlust unter dem Strich. Georgiadis versprach daher, den Rotstift anzusetzen und nicht erfolgreiche Produkte aus dem Sortiment zu nehmen.

Nun könnte Barbie ihr Heil in der Senioren-WG mit Hasbro finden. Auch Hasbro leidet zwar nach eigenen Angaben unter den Problemen von Toys R Us. Aber im Gegensatz zu Mattel konnte Hasbro zuletzt stetig wachsen. Das Unternehmen stellt unter anderem erfolgreiche Spielzeuge von „Transformer“ und „Little Pony“ her. Außerdem sicherte sich Hasbro die Spielerechte für erfolgreiche Disney-Filme wie Frozen und Star Wars. Damit wäre Hasbro eindeutig der rüstigere in der Senioren-WG.

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin

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