Fusion mit SAB Miller

Inbev-Manager geben beim neuen Bierriesen den Ton an

Großbrauer AB Inbev hat seine Pläne vorgestellt, wie der Konzern nach der Fusion mit SAB Miller aufgestellt wird. Der Verwaltungssitz bleibt in Belgien, das Geschäft wird von New York aus gesteuert.
Nach der Übernahme von SAB Miller durch Anheuser-Busch Inbev bleibt der Verwaltungssitz im belgischen Löwen. Quelle: AFP
Bierfusion

Nach der Übernahme von SAB Miller durch Anheuser-Busch Inbev bleibt der Verwaltungssitz im belgischen Löwen.

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BrüsselNach der Übernahme des Brauereiriesen SAB Miller durch den Konkurrenten Anheuser-Busch Inbev soll der neue Konzern seinen Verwaltungssitz im belgischen Löwen haben. Das globale Alltagsgeschäft soll von New York aus gesteuert werden, wie AB Inbev am Donnerstag mitteilte.

Auch im fusionierten Konzern dürften die Manager von AB Inbev die Zügel in der Hand behalten. Inbev-Führungskräfte besetzen künftig 18 von 19 Schlüsselpositionen, wie am Donnerstag aus Detailplänen für den Zusammenschluss der Unternehmen hervorging.

Die Aktivitäten des neuen Konzerns sollen demnach in neun Weltregionen unterteilt werden. So soll etwa eine Niederlassung in Mexiko-Stadt das Geschäft in Zentralamerika steuern. Für Afrika wird ein Büro in Johannesburg zuständig sein. Das Europageschäft wird den Angaben zufolge ebenfalls von Löwen aus organisiert.

Die Verantwortlichen dieser Bereiche und sogenannte „Funktionschefs“ – insgesamt 19 Manager – berichten an AB Inbev-Chef Carlos Brito. Aus den Detailplänen ging nicht hervor, ob und welche Rolle SAB-Miller-Chef Alan Clark und Finanzvorstand Domenic De Lorenzo im Brauereiriesen übernehmen.

Prost! Das Sortiment des neuen Bier-Giganten
Budweiser
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Budweiser, in den USA schlicht Bud genannt, wird von Anheuser-Busch gebraut. Heute ist es die am meisten verkaufte Premium-Biermarke in den USA. In der Vergangenheit gab es immer wieder Markenkonflikte und juristische Auseinandersetzung mit Budweiser Bürgerbräu, der traditionsreichen Biermarke aus dem tschechischen Budweis.

Corona Extra
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Die mexikanische Biermarke Corona Extra befindet sich mehrheitlich im Besitz von Anheuser-Busch. Im Mexiko ist es das meisterverkaufte Bier, aber auch international expandiert die Marke. Mittlerweile sind Corona-Biere in mehr als 150 Ländern erhältlich.

Stella Artois
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Stella Artois ist eine belgische Biermarke, die zu Anheuser-Busch gehört. Sie wird unter anderem in die USA, nach Brasilien, Russland und Australien exportiert. Die Stella-Artois-Produktion für den europäischen Markt stammt größtenteils aus der belgischen Stadt Löwen.

Beck's
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Die Brauerei Beck ist in Bremen beheimatet und gehört zum Konzern Anheuser-Busch InBev. Das Unternehmen setzt stark auf den Export. Heute wird die Marke in 120 Ländern der Welt vertrieben.

Leffe
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Das belgische Abtei-Bier Leffe hat eine lange Tradition: Erstmals wurde es 1240 von Mönchen gebraut. Heute gehört die Marke zur Anheuser-Busch-InBev-Gruppe.

Diebels
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Die Brauerei Diebels war bis 2001 ein niederrheinisches Familienunternehmen, mittlerweile gehört die Marke zur Brauereigruppe Anheuser-Busch InBev. Im Mittelpunkt der Produktion steht Altbier.

Franziskaner
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Franziskaner wird seit dem 14. Jahrhundert in München gebraut, geblieben ist allerdings nur der eingetragene Markenname. Hergestellt wird das Bier heute bei Löwenbräu in München, Inhaber ist die belgische Anheuser-Busch-InBev-Gruppe.

Ob die Übernahme zustande kommt, hängt vom Votum der Aktionäre ab. Die Anteilseigner beider Unternehmen versammeln sich am 28. September, um getrennt voneinander darüber abzustimmen.

Der belgisch-brasilianische Konzern AB Inbev hatte im Juli sein Angebot für den britischen Konkurrenten nach dem deutlichen Wertverlust des Pfunds von 44 auf 45 Pfund pro Aktie erhöht. Mit dem endgültigen Angebot wird SAB Miller laut AB Inbev mit 103 Milliarden Dollar (93,82 Milliarden Euro) bewertet. Zuvor hatten sich die Anteilseigner des Übernahmekandidaten zunehmend verärgert gezeigt und sich gegen das Vorhaben gewandt.

Zu AB Inbev, dem größten Brauereikonzern der Welt, gehören Biere wie Budweiser, Corona, Stella Artois, Leffe sowie Beck's und Franziskaner in Deutschland. SAB Miller, die Nummer zwei im Markt, hat unter anderem Pilsner Urquell sowie die italienische Biermarke Peroni im Portfolio.

  • afp
  • rtr
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