Fusionspläne mit UPS
TNT rechnet mit grünem Licht von der EU

Die Fusionspläne von UPS und TNT Express liegen weiterhin in den Händen der Wettbewerbshüter in Brüssel. Große Sorgen macht sich der niederländische Logistiker wegen der Zustimmung allerdings nicht.
  • 0

AmsterdamDie Logistikriesen TNT Express und UPS wollen Bedenken der EU-Kommission gegen ihre Fusion ausräumen, mit der sie der Deutschen Post vor allem in Europa verstärkt Wettbewerb machen wollen. Beide Unternehmen wollten Sorgen der EU-Kommission aus der Welt schaffen und den Dialog mit den Brüsseler Wettbewerbshütern fortsetzen, teilte TNT am Montag mit.

Der weltgrößte Paketkonzern UPS will TNT Express für 5,2 Milliarden Euro schlucken - die EU-Kommission fürchtet, dass der Wettbewerb dadurch eingeschränkt werden könnte. Beide Konzerne können mit Zugeständnissen auf die Bedenken reagieren. Die Übernahme soll Anfang 2013 abgeschlossen werden. TNT steuert mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen auf die Hochzeit mit dem US-Konzern zu.

Die EU-Kommission hatte den beiden Unternehmen jüngst schriftlich ihre Bedenken übermittelt. TNT Express und UPS arbeiteten an einer Antwort, teilte TNT nun mit. Beide Konzerne seien optimistisch, dass die EU-Kommission die Fusion letztlich freigeben werde. Analysten hatten bereits gewarnt, dass UPS durch die Übernahme in einigen Märkten wie etwa in Großbritannien eine marktbeherrschende Position erringen könnte. UPS hatte ursprünglich mit einer raschen Genehmigung der Pläne aus Brüssel gerechnet. Aber auch Wettbewerber wie die Deutsche Post pochten auf einer umfassenden Untersuchung.

TNT Express verbuchte im dritten Quartal bei einem Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro einen um 11,6 Prozent auf 38 Millionen Euro gesunkenen operativen Gewinn. Die Zahlen böten kein einheitliches Bild, erklärte Übergangschef Bernard Bot - in Europa gebe es schwächere Ergebnisse, während TNT Express in Asien zugelegt habe.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Fusionspläne mit UPS: TNT rechnet mit grünem Licht von der EU"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%