Fusionspläne mit UPS

TNT rechnet mit grünem Licht von der EU

Die Fusionspläne von UPS und TNT Express liegen weiterhin in den Händen der Wettbewerbshüter in Brüssel. Große Sorgen macht sich der niederländische Logistiker wegen der Zustimmung allerdings nicht.
Update: 29.10.2012 - 11:31 Uhr Kommentieren
Der US-Paketdienst UPS will TNT Express für rund 5,2 Milliarden Euro übernehmen. Quelle: dpa

Der US-Paketdienst UPS will TNT Express für rund 5,2 Milliarden Euro übernehmen.

(Foto: dpa)

AmsterdamDie Logistikriesen TNT Express und UPS wollen Bedenken der EU-Kommission gegen ihre Fusion ausräumen, mit der sie der Deutschen Post vor allem in Europa verstärkt Wettbewerb machen wollen. Beide Unternehmen wollten Sorgen der EU-Kommission aus der Welt schaffen und den Dialog mit den Brüsseler Wettbewerbshütern fortsetzen, teilte TNT am Montag mit.

Der weltgrößte Paketkonzern UPS will TNT Express für 5,2 Milliarden Euro schlucken - die EU-Kommission fürchtet, dass der Wettbewerb dadurch eingeschränkt werden könnte. Beide Konzerne können mit Zugeständnissen auf die Bedenken reagieren. Die Übernahme soll Anfang 2013 abgeschlossen werden. TNT steuert mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen auf die Hochzeit mit dem US-Konzern zu.

Die EU-Kommission hatte den beiden Unternehmen jüngst schriftlich ihre Bedenken übermittelt. TNT Express und UPS arbeiteten an einer Antwort, teilte TNT nun mit. Beide Konzerne seien optimistisch, dass die EU-Kommission die Fusion letztlich freigeben werde. Analysten hatten bereits gewarnt, dass UPS durch die Übernahme in einigen Märkten wie etwa in Großbritannien eine marktbeherrschende Position erringen könnte. UPS hatte ursprünglich mit einer raschen Genehmigung der Pläne aus Brüssel gerechnet. Aber auch Wettbewerber wie die Deutsche Post pochten auf einer umfassenden Untersuchung.

TNT Express verbuchte im dritten Quartal bei einem Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro einen um 11,6 Prozent auf 38 Millionen Euro gesunkenen operativen Gewinn. Die Zahlen böten kein einheitliches Bild, erklärte Übergangschef Bernard Bot - in Europa gebe es schwächere Ergebnisse, während TNT Express in Asien zugelegt habe.

Die größten Logistikkonzerne der Welt
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Platz 10: China Railway (China)

Der Güterverkehr von China Railway macht über zwei Drittel des gesamten Verkehrsaufkommens aus. Hauptsächlich transportiert der Staatsbetrieb Kohle, Stahl, Erz und landwirtschaftliche Erzeugnisse. 2010 betrug der Logistik-Umsatz nach Angaben des Statistik-Portals Statista 14 Mrd. Euro. Daten für das Jahr 2011 sind noch nicht verfügbar.

Containerriese steuert Hamburger Hafen an
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Platz 9: CMA CGM (Frankreich)

Auf Platz 9 des Rankings landet das größte französische Schifffahrtsunternehmen CMA CGM mit einem Logistik-Umsatz von 14,3 Mrd. Euro im Jahr 2010. Die Reederei wurde 1978 gegründet und ist an mehr als 650 Standorten in 150 Ländern vertreten. Auf dem Foto ist eines der größten Containerschiffe der Welt zu sehen, die CMA CGM Christoph Colomb, die bis zu 13.800 Standardcontainer transportieren kann.

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Platz 8: Nippon Express (Japan)

Der Konzern mit Sitz in Tokio wurde 1937 als halbstaatliches Transportunternehmen gegründet. Nippon Express verfügt über ein global gespanntes Transportnetz, dass mehr als 389 Orte in 37 Ländern miteinander verbindet. Spezialisiert ist das Unternehmen auf Dienstleistungen rund um den Transport von Waren, wie etwa IT-Technik, den Luft- und Seegüterverkehr sowie auf Spezialtransporte. 2010 betrug der Umsatz 15 Mrd. Euro.

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Platz 7: Kühne + Nagel (Schweiz)

2010 war ein gutes Jahr für den Logistikdienstleister Kühne & Nagel aus der Schweiz. Der Frachtspezialist steigerte seinen Logistik-Umsatz auf 16,2 Mrd. Euro. Der Konzern will weiter wachsen: Kühne + Nagel plant das Transportgeschäft auf der Schiene auszubauen.

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Platz 6: NYK Line (Japan)

Die japanische NYK Line ist Teil des Mitsubishi-Konzerns und zählt zu den größten Reedereien der Welt. Seit 1968 ist das Unternehmen auch im Bereich der Containerschifffahrt etabliert - die einen Großteil des Gesamtgeschäfts ausmacht. Die Reederei betreibt auch den sogenannten Atlantic Express Shuttle (AES), das Waren zwischen Hamburg, Antwerpen und New York Waren verschiebt. 2010 erwirtschaftete der Konzern einen Logistik-Umsatz von 16,5 Mrd. Euro.

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Platz 5: DB Schenker (Deutschland)

Die Logistikgeschäfte der Deutschen Bahn, DB Schenker Logistics und DB Schenker Rail, sind unter dem Dach DB Schenker zusammengefasst. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 91.000 Mitarbeiter an etwa 130 Standorten. 2010 erwirtschaftete die DB Schenker einen Logistikumsatz von 18,5 Mrd. Euro.

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Platz 4: Maersk (Dänemark)

Das Jahr 2010 hatte nicht gut begonnen für A.P. Moeller Maersk. Vor allem durch die von der Wirtschaftskrise gebeutelte Tochtergesellschaft Maersk, der größten Containerschiffsreederei der Welt, schrieb der dänische Mischkonzern erstmals in der Unternehmensgeschichte rote Zahlen. Doch dann zog die Konjunktur an und die Frachtraten für Containerschiffe legten kräftig zu. Das Ergebnis: 2010 lag der Logistik-Umsatz von Maersk bei 29, 1 Mrd. Euro - und das Unternehmen konnte einen Rekordgewinn, einen Nettoertrag von 3,8 Mrd. Euro, vermelden.

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