G20-Gipfel in Hamburg Beiersdorf führt Home Office-Tag für alle ein

Anfang Juli herrscht in Hamburg Ausnahmezustand, wenn dort der G20-Gipfel steigt. Nivea-Hersteller Beiersdorf will seinen Mitarbeitern das Chaos mit einem Home Office-Tag ersparen – und lockt sogar mit einer Prämie.
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In Hamburg laufen bereits die Vorbereitungen auf den G20-Gipfel im Juli – hier sichert ein Polizist das Polizeipräsidium. Quelle: dpa
G20-Gipfel

In Hamburg laufen bereits die Vorbereitungen auf den G20-Gipfel im Juli – hier sichert ein Polizist das Polizeipräsidium.

(Foto: dpa)

HamburgZehntausende Demonstranten, schwer bewaffnete Polizisten und eine Sicherheitszone mitten in der Stadt: Das erwartet die Hamburger am Anfang Juli, wenn Staats- und Regierungschefs zum G20-Gipfel in die Hansestadt kommen. Wer kann, bleibt da am besten ganz zu Hause, um dem Ausnahmezustand zu entkommen. Allerdings fällt der erste Gipfel-Tag auf einen Freitag (7. Juli) – und trifft damit viele Berufstätige, die zur Arbeit müssen.

Der Nivea-Hersteller Beiersdorf macht deshalb nun aus der Not eine Tugend: Das Unternehmen „fördert flexibles Arbeiten im Unternehmen mit einem groß angelegten Praxistest“, so die Ankündigung. Das heißt nichts anderes als: Der Freitag wird bei Beiersdorf zum Home Office-Tag. Dann dürfen alle rund 2500 Beschäftigen von zu Hause oder von irgendwo anders außerhalb des Unternehmens arbeiten.

Das gelte grundsätzlich für alle, vom Vorstand bis zum Servicemitarbeiter. „Ziel ist es, allen Beschäftigten Erfahrungen mit der Arbeit im Home Office zu ermöglichen“, teilt Beiersdorf mit.

Diese Konzerne versorgen die Welt
Platz 41 – Henkel
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Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants hat erneut die größten Konsumgüterhersteller der Welt ermittelt. Als einziges deutsches Unternehmen unter den Top 50 bleibt der Persil-Hersteller Henkel wie im Vorjahr auf dem 41. Rang – mit einem Umsatz von fast 10 Milliarden US-Dollar.

Quelle: OC&C

Platz 10 – L'Oréal
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L’Oréal ist der weltgrößte Kosmetikkonzern. Die Franzosen überzeugen mit zahlreichen starken Marken.

Platz 9 – Mondelez
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Mondelez ist eine Abspaltung von Kraft Foods. Er bündelt das weltweite Snackgeschäft, außerdem die Kaffee-Aktivitäten. Das macht den Konzern zum Konkurrenten von Nestlé. Allerdings werden die Kaffeemarken rund um Jacobs unter der Führung der deutschen Industriellen-Familie Reimann mit dem niederländischen Konzern DE Master Blenders verbunden.

Platz 8 – Tyson Foods
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Tyson Foods ist in den USA bekannt. Der Konzern gehört zu den weltgrößten Fleischverarbeitern. 2015 machte Tyson einen Umsatz von 41,4 Milliarden Dollar.

Platz 7 – AB Inbev
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Der Bierbrauer AB Inbev ist durch viele Übernahmen zum Weltspieler geworden. Er treibt die Konsolidierung der Branche voran – und fusioniert derzeit mit dem größten Rivalen SAB Miller. In Deutschland ist er mit Marken wie Beck’s, Corona und Lübzer vertreten.

Platz 6 – Coca Cola
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Coca-Cola liegt deutlich hinter Pepsi. Denn anders als der Rivale hat der Konzern aus Atlanta kein großes Snackgeschäft. Dafür hat er zuletzt bei Verbrauchern Sympathien mit seiner Kampagne, Namen auf Dosen und Flaschen zu schreiben, gewonnen – und mit Innovationen wie Kokoswasser und Coke Life mit Stevia.

Platz 5 – JBS
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JBS ist eher unbekannt in Europa. Dabei gehört der brasilianische Fleischproduzent zu den ganz großen Konzernen der Konsumgüterbranche mit 47,9 Milliarden Dollar Umsatz.

Das „Hamburger Abendblatt“ hatte zuerst über die Regelung berichtet. Demnach sei Beiersdorf-Personalvorstand Zhengrong Liu die Idee während des OSZE-Treffens im vergangenen Dezember gekommen. Als er damals von seiner Wohnung im Grindelviertel zu seinem Arbeitsplatz in Eimsbüttel fahren wollte, bekam er die Polizeisperren selbst mit. Ziel sei aber nicht nur, den Beschäftigen ähnliche Erfahrungen beim G20-Gipfel zu ersparen. Es gehe auch darum, dass sich die Mitarbeiter Gedanken machen, wie sie den Tag sinnvoll für das Unternehmen nutzen können. Die besten Umsetzungen würden sogar prämiert.

  • tb
  • dpa
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