Gammelfleischskandal

McDonald's Japan will Chinas Hühnchen nicht mehr

Der japanische Zweig von McDonald's stoppt Hähnchenfleischimporte aus China. Grund dafür ist ein Ekelfleischskandal bei einem Zulieferer in Shanghai. Paradox: Die US-Mutter will trotzdem weiter mit ihm zusammenarbeiten.
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Eine McDonald's-Filiale in Tokio: In Japan gibt es rund 3000 Filialen. Quelle: AFP

Eine McDonald's-Filiale in Tokio: In Japan gibt es rund 3000 Filialen.

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TokioNach dem Fund von Gammelfleisch bei einem McDonald's-Zulieferer in Shanghai stoppt der japanische Zweig der Schnellimbiss-Kette alle Hähnchenfleischimporte aus China. Ab sofort werde Hähnchenfleisch nur noch in Thailand eingekauft, teilte McDonald's Japan am Freitag mit. Die aus China stammenden Lagerbestände würden nicht mehr verkauft. Hintergrund der Entscheidung sei „die wachsende Sorge“ über aus China stammende Hähnchenprodukte von McDonald's. Die Verbraucher seien wegen der Nachrichten aus Shanghai beunruhigt. In Japan gibt es gut 3000 McDonald's-Filialen.

Die chinesischen Behörden hatten die Fabrik des US-Lebensmittelproduzenten OSI Group in Shanghai am Sonntag geschlossen. Dort war abgelaufenes Fleisch mit frischem vermischt und an McDonald's und andere Fastfoodketten wie Kentucky Fried Chicken geliefert worden. Außerdem war Ware mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum umetikettiert worden. Inzwischen wurden in Zusammenhang mit dem Skandal fünf Menschen festgenommen.

Fernsehbilder hatten unter anderem gezeigt, wie Angestellte in der Fabrik auf den Boden gefallenes Fleisch weiter verarbeiten. Diese Bilder wurden in Japan von sämtlichen TV-Sendern ausgestrahlt. Auch in einer bei Hausfrauen sehr beliebten Sendung war der Skandal Thema. China ist ein wichtiger Lebensmittellieferant für Japan. Immer wieder schockieren aber Skandale um chinesische Produkte die japanischen Verbraucher.

McDonald's in den USA teilte am Donnerstag mit, die Zusammenarbeit mit OSI werde fortgesetzt. Produkte aus einer anderen Fabrik des Zulieferers in China würden weiterhin verwendet, erklärte das Unternehmen. Eine behördliche Inspektion habe keinen Grund zur Beunruhigung gegeben.

  • afp
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