GDL bleibt hart
Bahnchef hofft auf schnelle Einigung mit Lokführern

Im Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) strebt Bahnchef Hartmut Mehdorn eine rasche Einigung an. Die Arbeitnehmervertreter sind da weit weniger positiv gestimmt.

ek/HB BERLIN. Das zwischen ihm und GDL-Chef Manfred Schell angesetzte Gespräch am Mittag in einem Frankfurter Hotel könne sofort in Tarifverhandlungen übergehen, sagte Mehdorn vor Journalisten in Berlin. Bisher habe es mit der Gewerkschaft, die drei Viertel aller Lokführer des Konzerns und zu einem kleineren Teil Zugbegleiter und Service-Personal vertritt, überhaupt noch keine Verhandlungen gegeben, ergänzte er.

Der Bahnchef erklärte erneut, dass ein Tarifvertrag mit der GDL nicht von dem Abschluss abweichen könne, der am Montag mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA erzielt worden sei. Auch den von der GDL geforderten Spartentarifvertrag fürs fahrende Personal lehnte Mehdorn ab. Er erklärte: „Wir werden diesen Tarifvertrag nicht wieder aufmachen für eine kleine Minorität des Personals. Wir können uns keine Mehrklassengesellschaft leisten.“ Gleichwohl sehe er aber viele Möglichkeiten für eine konstruktiven Dialog mit der Gewerkschaft. Welche Angebote er unterbreiten wird, wollte er nicht sagen. Es gebe „genug Stoff, über den wir reden können. Da gibt es Möglichkeiten, etwas zu bewegen.“

Wenig hoffnungsvoll zeigt sich dagegen die GDL. Mehdorn müsste schon ein „kräftiges Zuckerl in der Tasche haben“, sagte der stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende Günther Kinscher am Freitagmorgen im Inforadio des Radio Berlin Brandenburg.

Der bisherige Abschluss für 134 000 Eisenbahner koste die Bahn „einen nicht ganz kleinen dreistelligen Millionenbetrag“, sagte Personalvorstand Margret Suckale. Die Bahn werde ihre Rationalisierungsanstrengungen erhöhen müssen, ergänzte Mehdorn. Preiserhöhungen in Folge der erhöhten Lohnkosten seien „zurzeit kein Thema“. Wie die Bahn die Mehrkosten auffangen will, solle bei der Halbjahres-Bilanz Ende August erläutert werden. Erst einmal müsse der Tarifkonflikt mit der GDL beigelegt werden.

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