GDL bricht Tarifverhandlungen ab
Bei der Bahn könnte es neue Streiks geben

Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL sind „ergebnislos abgebrochen“ worden. Das hat die Gewerkschaft mitgeteilt, zu Details will sie sich erst morgen äußern. Die Bahn reagiert mit „völligem Unverständnis“. Jetzt könnte es zu neuen Streiks kommen.

HB BERLIN/FRANKFURT. Bahnsprecher Oliver Schumacher erklärte, die Verhandlungen seien „seit längerem konstruktiv gelaufen“. Noch am Mittag hätten sie sich „sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch in einem vernünftigen Rahmen“ abgespielt.

„Urplötzlich erklärte die GDL am frühen Nachmittag die Verhandlungen für beendet“, sagte Schumacher. „Das ist absolut nicht nachvollziehbar.“ Warum GDL-Chef Manfred Schell das für den Abend vereinbarte Spitzengespräch der Chefs der drei Bahngewerkschaften Transnet, GDBA und GDL mit DB-Vorstandchef Hartmut Mehdorn kurzfristig abgesagt habe, „ist uns schlichtweg schleierhaft“.

GDL-Sprecherin Gerda Seibert wollte zunächst keine Auskunft über eventuell drohende Streiks geben. Sie verwies für alle weiteren Informationen auf eine für Donnerstagnachmittag in Frankfurt angesetzte Pressekonferenz.

In einer kurzen Erklärung der GDL vom Mittwochnachmittag wurde zwar das Wort „Scheitern“ vermieden, nach Informationen der Nachrichtenagentur ap soll aber ein förmliches, das Scheitern erklärendes Schreiben an den Bahnvorstand noch folgen. Damit würde sich die GDL erneut die Option des Streikens eröffnen.

Zuletzt hatten die Lokführer Mitte November gestreikt. An dem 62-stündigen Streik der im Güterverkehr begann und dann auf den Personenverkehr ausgeweitet wurde, beteiligten sich laut GDL mehr als 10 000 Lokführer und Zugbegleiter.

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