GDL
Lokführer streiken 60 Stunden

Der Kampf zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und den Privatbahnen geht in die nächste Runde. Seit dem heutigen Montag hat ein 60-stündiger Warnstreik begonnen - der längste im derzeitigen Tarifkonflikt.
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Frankfurt Die Lokführergewerkschaft GDL hat mit ihrem bisher längsten Streik im aktuellen Tarifkonflikt begonnen. Im Kampf um bessere Einkommen für die etwa 6000 Lokführer der Bahn-Konkurrenz startete die Gewerkschaft wie angekündigt am Montag um 14.00 Uhr ihren auf zweieinhalb Tage angelegten Ausstand. Das bestätigte eine GDL-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt. Der neue Streik bei den großen regionalen Wettbewerbern der Deutschen Bahn (DB) soll 60 Stunden dauern - also bis in die Nacht zum Donnerstag.

Der Arbeitskampf trifft erneut die großen fünf DB-Konkurrenten Abellio, Netinera, Benex, Veolia und Hessische Landesbahn sowie deren Töchter. Ausgenommen ist der Wettbewerber Keolis, der sich jüngst verhandlungsbereit gezeigt hatte.

Die GDL will für alle 26.000 Lokführer einheitliche Tarifstandards durchsetzen, etwa bei den Punkten Einkommen und Arbeitszeit. Maßstab dafür ist der sogenannte Rahmentarifvertrag mit dem Branchenführer Deutsche Bahn (DB), den die GDL und der bundeseigene Konzern am vergangenen Freitag festgezurrt hatten. Die DB-Konkurrenz soll dieses Vertragswerk nach dem Willen der Gewerkschaft ebenfalls anerkennen.

Bis zu diesem Ziel ist es jedoch noch weit, da die Lage auch nach der Einigung mit der DB bei deren Konkurrenz noch festgefahren ist. Mit Ausnahme des Unternehmens Keolis herrscht Funkstille zwischen der GDL und den Bestreikten. Wann sich die beiden Seiten wieder annähern und an den Verhandlungstisch setzten, ist noch nicht absehbar.

Zu möglichen regionalen Schwerpunkten des neuerlichen Streiks machte die GDL zunächst keine Angaben. "Wir gehen davon aus, dass wieder zahlreiche Züge stehen werden. Unsere Lokführer wollen den Rahmentarifvertrag und stehen für dieses Ziel wie eine Eins hinter ihrer Gewerkschaft", sagte die GDL-Sprecherin.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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