GDL-Streik
ADAC entkräftet Sorge um Spritpreis

Mehr Verkehr auf den Straßen, weniger Lieferungen: Der Lokführerstreik schürt auch die Angst vor Engpässen an Tankstellen. ADAC und Branchenverband liefern nun jedoch Balsam für die Seelen der Autofahrer.
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MünchenDie Spritpreise an deutschen Tankstellen sind nach Angaben des ADAC bislang vom Lokführerstreik unberührt geblieben. Am Donnerstag habe es sogar einen leichten Preisrückgang gegeben, teilte der Club mit. Ein Liter Super E10 habe am Mittag im Schnitt 1,438 Euro gekostet, 0,2 Cent weniger als am Vortag. Diesel sei mit durchschnittlich 1,304 Euro am Mittag 0,3 Cent günstiger gewesen. Mögliche Lieferengpässe durch Streiks im Güterverkehr will die Mineralölindustrie vermeiden.

Der ADAC erfasst Preise von bundesweit rund 14.000 Tankstellen, die der Markttransparenzstelle gemeldet und an den ADAC weitergeleitet werden. Wegen der Streiks auch im Güterverkehr hatte es Befürchtungen gegeben, Sprit könne sich wegen möglicher Lieferengpässe und einer erhöhten Nachfrage verteuern.

„Die Belieferung der Tankstellen mit Kraftstoffen stellt auf jeden Fall eine logistische Herausforderung für unsere Unternehmen dar“, sagte ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV). Bislang sei es jedoch noch nicht zu Engpässen gekommen.

„Die Unternehmen haben verschiedene Maßnahmen, die in der Kürze der Zeit möglich waren, zur Sicherstellung der Versorgung eingeleitet. Dazu zählt die verstärkte Nutzung von Straßentransporten und von Privatbahnen.“ Auch der ADAC erwartet, dass die Versorgung der Tankstationen mit Kraftstoffen auch über das kommende Wochenende gewährleistet bleibt. Die Lokführergewerkschaft GDL hat bis Montagmorgen Streiks im Güter- und Personenverkehr angekündigt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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