GDL und Deutsche Bahn
Keine Lokführerstreiks an Weihnachten

Über die Weihnachtsfeiertage wird es keinen Streik der Lokführer geben. Das verspricht die Gewerkschaft GDL. Weihnachten sei eine friedvolle Zeit. Man sei außerdem „voll im Verhandlungsmodus“, so eine Sprecherin.
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FrankfurtIm Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer einen Streik über die Weihnachtsfeiertage ausgeschlossen. Das hat GDL-Chef Claus Weselsky dem ARD-Wirtschaftsmagazin „Plusminus“ gesagt.

Weihnachten sei eine friedvolle Zeit. „An solchen hohen Feiertagen haben wir noch nie gestreikt“, ergänzte GDL-Sprecherin Gerda Seibert am Dienstag in Frankfurt.

„Wir sind außerdem gerade voll im Verhandlungsmodus. Von Streiks ist derzeit keine Rede.“ Bereits am Freitag steht in Berlin die nächste Verhandlungsrunde mit der Bahn in dem komplizierten Tarifkonflikt an.

Kern des Konfliktes ist, dass die GDL auch für ihre Mitglieder unter den rund 17.000 Zugbegleitern, bei Bordrestaurant-Personal und Rangierführern eigene Verträge abschließen will. Bislang hatte die EVG für alle Berufsgruppen außer den Lokführern Tarifabschlüsse ausgehandelt.
EVG-Chef Alexander Kirchner hatte dem Magazin „Focus“ vergangene Woche gesagt, dass seine Gewerkschaft sich nicht vom Verhandlungsstand der GDL abhängig machen will: "Dabei interessiert uns nicht, was die GDL macht."

Die EVG will für ihre Mitglieder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber eine Steigerung der Gehälter um 150 Euro. Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Lohn, 37 statt 39 Stunden Wochenarbeitszeit sowie bessere Schichtpläne. Die EVG will im Gegenzug zum GDL-Vorstoß auch für die Lokführer unter ihren Mitgliedern sprechen. Die Bahn lehnt verschiedene Verträge für dieselbe Berufsgruppe ab.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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